Freitag, 14. November 2014

Mia liebt Geschichten

Besonders die, die der bester Ehemann und Papa von allen selbst erfindet.
Bei einem Ausflug im Sommer hat er ihr als Einschlafhilfe zu Mittag die Abenteuer von zwei Mäusen, Mipsi und Mapsi, erzählt. In mehreren Episoden, immer zu Mittag und am Abend. Mia war begeistert.

Dazu muss man aber wissen, dass unsere Prinzessin ihren Papa selber "Mapsi" getauft hat. Er hat ihr dann den Spitznamen "Mipsi" verpasst. 

Seither verlangt sie fast immer, wenn wir mit dem Auto längere Strecken fahren, nach "Mipsi und Mapsi Geschichten". Und es ist wirklich nicht immer ganz leicht, sich wieder was Neues auszudenken. 
Die Erzählungen vom bester Ehemann und Papa von allen sind fast immer ein bisserl zu gruselig, meine findet sie viel zu kurz. Wir müssen wohl beide noch üben.
Und langsam, aber sicher müssen wir uns die Geschichten aufschreiben. Manche Geschichten müssen nämlich immer wieder erzählt und ausgeschmückt werden.

Andrea

Donnerstag, 6. November 2014

Mia geht zur Zahnärztin

Gestern hat Mia zum allerersten Mal unsere Zahnärztin besucht. 
Ihre Angst vor Ärzten hat sich soweit gelegt, der Zeitpunkt war also günstig. Damit sie aber auch sicher weiß, was auf sie zukommt, haben wir schon lange im Vorhinein darüber gesprochen und einige Tage vorher ein Pixi-Büchlein besorgt (Connie geht zum Zahnarzt - wirklich gut gemacht und einfach, aber erschöpfend erklärt, was beim Zahnarzt passiert).

Gestern hab ich sie dann früher aus dem Kindergarten abgeholt. Weil sie am Vormittag einen Ausflug gemacht haben und Mia kein Mittagsschlaferl mehr macht, war sie entsprechend müde. Wir haben uns also entschieden, mit dem Wagerl zu fahren. Das ist zwar in den Öffis nicht immer ganz einfach, aber immer noch besser, als ein 16 kg schweres, (halb) schlafendes und deshalb gefühlt doppelt so schweres Kind zu tragen.

Bei der Zahnärztin hat uns dann ein wirklich sehr netter Herr über das letzte Hindernis (3 Stufen vor einer sehr schweren Tür) geholfen. Sogar bis in die Praxis (noch mehr Stufen) hat er mir mit dem Wagerl geholfen! Danke, lieber Unbekannter!

Nach der Anmeldung mussten wir gar nicht lange warten, gerade einmal kurz Zähneputzen ist sich ausgegangen (Mia war ganz begeistert, dass die Zahnärztin sogar Ihre Lieblings-Zahnpasta hatte!).
Dann wurden wir schon aufgerufen, und sind gemeinsam auf den Sessel geklettert. Die Zahnärztin hat noch ein bisserl mit Mia rumgeblödelt und ihr erklärt, was sie tun wird. Ganz langsam hat sie den Lichtstrahl über ihr Leiberl wandern lassen, damit sie sich nicht schreckt. Mit einem Spiegel hat sie dann alle Zähne genau angeschaut und Mia gelobt, weil sie sich so brav die Zähne putzen lässt, dass nirgends etwas zu entdecken wäre. 
Danach durfte Mia mit der Helferin draußen ein kleines Geschenk aussuchen. Währenddessen erklärte mir die Ärztin, dass es nun wirklich Zeit wäre, den Schnuller endgültig zu verabschieden. Auch das hatten wir schon mit der Prinzessin besprochen und wirklich: sie hat ihr den einen Schnuller gleich geschenkt. Den letzten wollen wir, nach einigen Überlegungen, was wohl das beste wäre, zu Weihnachten dem Christkinderl in die Krippe legen, wenn wir vor der Bescherung in die Kirche gehen. Bis dahin werden wir fleißig trainieren, ohne Schnulli auszukommen .

Drückt mir die Daumen!
Andrea

Samstag, 1. November 2014

Mia hat schlechte Ohren

Was nicht heißen soll, dass sie schlecht hört. Sie hört alles, wenn sie nur will.
Man könnte auch sagen, ihre Wahrnehmung ist gerade sehr selektiv.

Meine Bitte, sich endlich die Schuhe anzuziehen (bzw anziehen zu lassen), damit wir endlich vom Kindergarten nach Hause gehen können wird offenbar nicht wahrgenommen.
Wenn ich sie aber auffordere, mir beim Striezel-Backen zu helfen ist sie sofort da.

Ich habe grade wirklich das Gefühl, gegen eine Wand zu reden. Und wenn ich dann doch mal lauter werde, schaut sie mich total verständnislos an oder fängt sogar zu weinen an. 
Da denke ich mir manchmal, sie hört meine Bitte wirklich nicht, hat mich total ausgeblendet. 

Andererseits möchte sie natürlich gleich gehört werden und wird oft sogar ungeduldig mit mir, wenn ich nicht sofort Zeit habe, mich zum Beispiel nach ihrem Schnulli zu bücken.

Dass da Konflikte vorprogrammiert sind, könnt ihr euch denken...
Wir schwanken also grade zwischen Streit und absoluter Anhänglichkeit.

Ein bisserl frustriert,
Anstea

Montag, 20. Oktober 2014

Mia macht kein Mittagsschlafi mehr

Zumindest meistens nicht mehr.
Im Kindergarten hab ich schon länger den Wunsch deponiert, dass Mia nicht mehr so lange schlafen soll. Das Schlafengehen am Abend hat sich nämlich zunehmend schwieriger und vor allem länger gestaltet.
Dann hat es sich ergeben, dass im Kindergarten die Lieder für's Laternenfest geübt werden müssen - offenbar auch in der Mittagspause. Also wurde der Mittagsschlaf ganz gestrichen und statt dessen gesungen. Die ersten paar Tage war es ziemlich anstrengend mit einem hundemüden Mäderl den Nachmittag zu bestreiten. Aber mit der Zeit haben wir's gemeistert.

Mittlerweile schläft sie auch am Wochenende nur noch sehr selten zu Mittag. Auch, wenn wir weitere Strecken mit dem Auto fahren, bleibt sie munter! Nur das Heimfahren wird ab und zu zum Spießrutenlauf. 

Andrea

Dienstag, 14. Oktober 2014

Mia geht schlafen - mit drei-dreiviertel Jahren

Schlafengehen ist immer noch nicht einfacher geworden ...
Wir schaffen es jetzt meistens, gegen sechs Uhr abends zu essen. Das  dauert oft einmal eine ganze Stunde. Oder länger. 
Meistens kommt während dess Essens der beste Ehemann und Papa von allen nach Hause und muss gleich spielen, obwohl er wohl manchmal lieber auch etwas essen würde.

Um acht Uhr geht's dann Richtung Badezimmer. Der beste Ehemann und Papa von allen hat es irgendwie geschafft, nicht zu verhungern und muss mitkommen. Der kann nämlich besser Zähneputzen, als die Mama (die kann dafür besser die Haare waschen - behauptet zumindest unser Kind).
Danach noch schnell aufs Klo und dann ab ins Bett. Dort kuschelt sie sich fest zwischen uns beide und bekommt noch eine lange und eine kurze Geschichte vorgelesen. 
Unsere Favoriten sind momentan die "3, 5, 8 Minuten Geschichten zum Kuscheln und Träumen" - das sind 3, 5 oder 8 Minuten lange abgeschlossene Geschichten - und die "111 Vorlesegeschichten zum Träumen und Schlummern" - Extremkurzgeschichten, die meist nur eine oder zwei Seiten lang sind.
Neu dazu gekommen sind die "Sandmännchengeschichten für 3 Minuten" - zehn abgeschlossene Geschichten, die das Sandmännchen 3 frechen Eichhörnchenkindern erzählt, damit sie einschlafen.

Dann wird das Leselicht ab- und das Nachtlicht eingeschalte und unser Abendgebet gesprochen (müde bin ich...).
Jeder von uns kriegt eine von Mia's Händen, damit die Sache auch gerecht ist. Und nachdem sie sich oft genug im Kreis gedreht hat (wie Mietzekatzen das halt so machen) schläft sie ein - meist ist es dann etwa halb neun.
Gegen elf Uhr wird sie oft wieder kurz munter, um zu schauen, ob ihre Eltern auch endlich ins Bett kommen...

So anhänglich sie untertags ist, so anhänglich ist sie auch abends und nachts... 


Mia wird der Kopf gewaschen

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Einmal in der Woche ist das unbedingt nötig.

War aber noch nie Mia's Lieblingsbeschäftigung. Vor allem, weil das Wasser in die Augen läuft. 
Die "Gießkannen-Methode" haben wir schnell wieder abgeschafft, so richtig Spaß hatte sie daran nicht.
Eine Zeit lang hab ich sie dann auf den Schoß genommen und sie hat sich rückwärts über meinen Arm gelegt, den Kopf in meine Hand. Zuerst muss aber unbeding der Duschkopf abmoniert werden - der ist wohl zu unberechenbar ... Damit ich's dann aber leichter hab mit Dusch-Schlauch aufdrehen, hab ich einfach eine Wäschekluppe unter den Hahn geklemmt. Dann funktioniert das Haarewaschen auch mit einer Hand. Wichtig: mit allen Haarshampoos (jaaa, Mia sammelt Haarshampoo, wenn möglich ROSA!!) waschen.

Mittlerweile ist sie aber schon zu schwer und zu lang für solche akrobatischen Einlagen. Also haben wir nach einer Alternative gesucht.
Der erste Versuch (meine Ideen): vor die Badewanne stellen und das Gesicht im Handtuch am Badewannenrand verstecken. Hat zwar funktioniert, aber nicht gefallen.
Der zweite Versuch (Mia's Idee): sich in die Badewanne setzen, gut am Rand festhalten und den Kopf zurücklegen. Hat sehr gut funktioniert und offenbar auch Spaß gemacht! Und der schöne Nebeneffekt: sie kann ihr schöne Schaumkrone in der Spiegelfliese betrachten.

Eure Andrea 

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Mia fährt Fahrrad

Schon zu Ostern hat Mia ja in Fahrrad bekommen - pink mit glitzernden Quasteln dran und zwei Stützrädern.
Eine Zeit lang war das Rad auch der Renner. Auch, wenn die Stützen immer wieder locker geworden sind und Mia ein bisserl unsanft abgestiegen ist. Irgendwann hat sie dann die Idee gehabt, ohne Stützen fahren zu wollen - ohne, dass Papa sie halten durfte. Das hat nicht funktioniert. Danach hat sie ihr Rad lange nicht mal angeschaut und ist statt dessen öfter mit ihrem Laufrad unterwegs gewesen.

Vor zwei Monaten haben wir das Rad dann im Garten mitgehabt und geübt. 
Am Montag hat sie dann darauf bestanden, mit dem Fahrrad zum Kindergarten zu fahren. Der beste Ehemann und Papa von allen hat sie dabei zwar nicht festhalten dürfen, aber immerhin so fest anschieben, dass sie genug Schwung hatte, um ordentlich fahren zu können. So hat das ganz gut funktioniert.
Beim Heimfahren ist sie sogar immer wieder ein Stückerl allein gefahren, solang's gerade aus ging. Dann war sie offenbar mit dem Fortschritt zufrieden und hat das Radl wieder auf den Balkon gestellt. Bis vorgestern. An dem Tag ist der beste Ehemann und Papa von allen früher von der Arbeit heimgekommen. Nach dem Spielplatz wollte Mia dann plötzlich wieder mit dem Papa mit dem Rad fahren. Und diesmal hat's geklappt: Mia ist ganz allein mit ihrem Rad ohne Stützen gefahren! Vier ganze Runden ums Haus! Ohne Hilfe!

ganz stolz,
Andrea