Donnerstag, 19. Juni 2014

Mia ist schon eine Große

Gestern war das "Abschlussfest" im Kindergarten. Ganze zwei Jahre geht unsere kleine große Maus jetzt also dorthin. Wie ihr wisst nicht immer gern. Naja, meistens eher nicht.
Aber gewachsen ist sie daran - und wir auch!

Und im Herbst - da kommt sie schon in den "großen" Kindergarten. Gester durfte sie sich schon ihr Symbol aussuchen, das sie durch den Kindergarten begleiten wird. Ratet mal, was sie gewählt hat! Richtig: einen Schmetterlig! Und nach der Feier haben wir auch erfahren, wer ihre Betreuerin sein wird (wir bekommen eine Neue - die fängt erst im Herbst an), dass sie in der "Fühlmäuse"-Gruppe sein werden, und dass zwar ihr bester Freund M. mit ihr in die gleiche Gruppe kommt, aber weder ihre derzeit beste Kindergartenfreundin, noch ihre liebste Freundin, S. Immerhin kommen neben M. auch noch zwei ihrer Spielkameraden aus der Schäfchengruppe mit und ein paar Kinder aus der Dschungelgruppe. 

Wenn wir jetzt am Kindergarten vorbeigehen und in den Garten schauen, sagt sie uns, dass sie sich auf den Kindergarten schon freut. Das ist gut, denn die Umstellung wird sicher nicht ganz einfach:
- statt 15 Kindern sind dann 25 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren in einer Gruppe
- statt zwei Betreuerinnen wird es dann nur noch eine geben, nur zum Essen kommt eine zweite
- die Kinder müssen viel selbständiger sein (das macht ihr aber sicher Spaß).

Schon jetzt darf sie mit den großen Kindern ab und zu auf Ausflüge mitkommen, damit sie sich schon mal daran gewöhnen kann. Und im Sommer wird sie immer wieder die Gruppe besuchen, dort zu Mittag essen oder den Vormittag dort verbringen.


Aber auch zuhause merken wir immer wieder, wie groß Mia schon geworden ist. Ihr Wortschatz ist enorm: letztens hat sie Blumen aus dem Balkonkisterl gepflückt und, als sie dafür gerügt worden ist, gemeint: "die Mama toleriert das" (stimmt, das tut sie). Aber manchmal hat sie noch eine eigene Grammatik: "ich hab dem Papa das Buch gebrungen!" (statt gebracht). "Bitte" und "Danke" sagt sie ebenso selbstverständlich wie "ich will ...".

Sie macht sich über alles die erstaunlichsten Gedanken. Zum Beispiel haben wir beim Besuch im Museum die Dinosaurier angeschaut und dabei eine Schlage gefunden, die gerade ein Nest mit frisch geschlüpften Dinos ausgeräumt hat. Nachdem ich ihr die Szene erklärt habe und klar gemacht habe, dass es bei uns weder Dinos noch riesige Schlangen gibt, hat sie mir was erklärt: "wenn mich mal ein Dino frisst bekommst du einfach noch ein Baby und schon bin ich wieder da!"

Und sie ist sehr selbständig geworden. Sie zieht sich in Windeseile selbst komplett an, mit Knöpfen und Schuhbändern hat sie zwar noch ein bisschen Probleme, aber sie arbeitet hart daran. 
Oft geht sie allein auf die Toilette, manchmal sogar, ohne dass wir es mitkriegen. Danach reinigt sie alles mit der Bürste und geht anschließend Hände waschen.
Im Auto schnallt sie sich selbst an und ab - aber erst, wenn der Motor aus ist.
Sie hilft gerne - beim Aufdecken und Tisch abräumen, beim Geschirrspüler Ein- und Ausräumen, beim Wäscheaufhängen und besonders beim Staubsaugen. 
Nachdem wir das Flascherl endgültig los geworden sind, schläft sie jetzt fast jede Nacht durch - wenn auch in unserem Bett.
Buchstaben und Schreiben sind enorm interessant, sie versucht immer wieder, selbst zu schreiben und hat sogar schon ein erkennbares "A" gezeichnet.
Vor einigen Tagen hat sie beschlossen, dass sie keinen Mittagsschlaf mehr braucht. Gar keinen! Überhaupt nicht! Und deshalb früher schlafen gehen? Nein, keinesfalls! 

Ihr seht, bei uns ist immer was los!
Andrea

Montag, 9. Juni 2014

Mia zeltet

So ungern trennen wir uns immer von unserem Paradies, dass wir beschlossen haben, hier mal zu übernachten. Die einzige Möglichkeit dazu ist ein Zelt. Das war schnell gefunden, groß genug und nicht zu teuer. Und wurde grade rechtzeitig zum langen, sommerlichen Pfingstwochenende geliefert.

Mia ist gleich begeistert von der Idee, im Garten zu bleiben. Also packen wir die Räder aufs Auto, das Zelt in den Kofferraum und den halben Hausstand gleich dazu:
unsere Pölster und Decken
die beiden Schlafsäcke
Mia's Lieblingskuscheltiere
die beiden liebsten Pixie-Bücher
Zahnbürsten und -pasta
Wechselgewand
Essen (Würsterl, Zucchini, Haloumi und Erdäpfel, außerdem Kuchen fürs Frühstück) und viel Wasser

Noch am Vormittag fahren wir los. Mia schafft mehr als die Hälfte der Strecke, bevor sie doch einschläft und kaum stell' ich den Motor aus, ist sie auch schon wieder putzmunter.
Nach dem Essen stellen wir erst einmal das Zelt auf - und sind nach nur einer Stunde fertig damit ...


Ein bisschen groß scheint es dann doch ... aber eigentlich ist das ziemlich angenehm, so viel Platz zu haben.

Nach einer Radltour in der wunderschönen Gegend haben wir richtig Hunger und sind ziemlich geschafft. Wir schauen noch eine Weile zu, wie das Feuer herunterbrennt und spielen "stille Post", dann ist Mia so müde, dass sie schlafen gehen möchte! Immerhin ist es schon halb zehn ...
Im Zelt kommen ihr dann aber Zweifel an dieser Übernachtungssache, sie macht sich Sorgen, dass jemand hereinkommen könnte. Aber nachdem wir ihr erklärt haben, dass das Gartentor zugesperrt ist und das Zelt auch rundherum zugemacht ist, schläft sie innerhalb kürzester Zeit ein.
Uns Erwachsene stört das Festl im Dorf noch bis etwa ein Uhr, dann ist endlich "Ruhe": der Kuckuck ruft, die Frösche quaken und die Grillen zirpen - es ist herrlich!
Mia schläft tief und ruhig bis halb acht Uhr. Uns war ein bisschen kalt und der harte Boden ist ungewohnt. Trotzdem war die Nacht schön.

Nach dem Frühstück räumen wir schon mal das Innenzelt weg, damit der große Tunnel ordentlich trocknen kann. Dann fahren wir mit dem Rad in den Nachbarort zum Mittagessen.
Den Nachmittag verbringt Mia in einem Schaffl voller Wasser - einem improvisierten Plantschbecken. Das Wasser kommt aus dem Brunnen, durfte aber vorher in einer großen Tonne schön warm werden.

Ich freue mich zwar schon auf eine ordentliche Dusche (statt einem Schwall eiskalten Wassers aus der Brunnenpumpe), aber das werden wir bestimmt wiederholen!!

Aus dem Paradies,
Andrea

Freitag, 30. Mai 2014

Mia ist hilfsbereit

Sie freut sich, wenn wir sie um ihre Hilfe bitten, aber natürlich noch viel mehr, wenn wir uns dann für diese Hilfe bedanken.
Auch ihre "Tanten" im Kindergarten erzählen mir immer wieder, wie brav und wie gerne unsere Maus überall mit angreift, wo Hilfe gebraucht wird. 

Sie lässt sich aber nicht nur bitten, ihr fällt selbst auf, wo jemand Hilfe braucht und bietet sich auch gleich an! Und das nicht nur bei Aufgaben, die spaßig sind, sondern auch beim Tragen vom Einkauf, beim Saugen, Wischen oder Aufkehren. 
Sie fragt nach einem Tuch, wenn sie ausgeschüttet hat, oder holt sich Beserl und Schaufel.
Sie hält mein Sonnenkapperl fest, wenn sie im Sling sitzt und ich beide Hände voll hab. 
Ich bin stolz auf mein liebes Mäderl!

Andrea

Donnerstag, 29. Mai 2014

Mia malt

...für den Papa zum Vatertag ein T-Shirt an! Richtig bunt ist es gweworden.

Damit die Wohnung und das Kind nicht auch gleich mit bunt angemalt wird, hab ich ein paar Vorsichtsmaßnahmen getroffen:
Mia malt nur im Leiberl und mit ihrer Maler-Schürze an, der Tepich kommt weg und auf den Parkettboden klebe ich mit Malerkrepp ein aufgeschnittenes riesiges Mistsackerl. Und damit das Leiberl nicht wegrutschen kann, klebe ich auch das mit Malerkrepp fest.
Dann noch schnell die Farben in kleine Schüsserl füllen, zu jeder einen eigenen Pinsel legen und los geht's!


Mia hat sichtlich Spaß daran, besonders, als wir ihre Finger bunt anmalen und sie Handabdrücke verteilen darf :)

Die Farben gehen ganz leicht von der Haut abwaschen - und auch vom Fußboden, wenn doch mal was daneben geht.



Und so sieht das Ergebnis aus:


Zum Schluss wird das Leiberl noch ordentlich und auf höhster Stufe gebügelt, damit die Farben beim nächsten Waschen nicht rausgewaschen werden oder in den Sonne ausbleichen.

Und weil's so lustig war und so gut geklappt hat, bedrucken wir auch gleich ein Leiberl von Mia mit ihren Hand- und Fußabdrücken: 



alles Liebe,
Andrea

Dienstag, 27. Mai 2014

Mia mag nicht schlafen gehen

Es ist wieder so weit: Mia mag wieder einmal nicht schlafen gehen.
Einige Wochen hat es jetzt eigentlich ganz gut funktioniert. Zwar haben wir immer wieder bis zu einer Stunde gebraucht, bis Mia wirklich geschlafen hat, aber sie ist freiwillig und ruhig ins Bett gegangen.
Gerade mal zu Vollmond war's (ein bissl) schwieriger.

Jetzt hör ich jeden Abend: "ich mag nicht schlafen gehen!" oder "heut bleib ich auf!". Jeden Abend erklär' ich ihr auf's Neue, warum Schlaf nötig ist. Und wozu wir denn eigentlich die Zähne putzen. Oft hakt's dann an Kleinigkeiten - Verzögerungstaktik, wie's im Buche steht, Nervenkrieg pur.
Und am nächsten Tag ein unausgeschlafenes Kind ... hoffentlich ist die Phase bald wieder vorbei!

fertig,
Andrea

Sonntag, 25. Mai 2014

Mia's zweites Zuhause ...

... ist der Garten.
Etwa eine dreiviertel Stunde von hier liegt das Grundstück. Von allen vier Seiten von einer hohen Hecke geschützt finden sich hier 4 alte Marillen-Bäume, 3 alte und 3 neue Apfelbäume, zwei Birn-, Nuss- und Zwetschkenbäume, ein Mandelbaum und sogar ein Kastanienbaum. Dazwischen eine Hütte, in der sich das Notwendige für's Garteln versteckt, ein Klettergerüst samt Rutsche und Schaukel, ein großer Komposthaufen, ein Brunnen mit Handpumpe (Strom und fliessenden Wasser gibt es nicht) und eine kleine Sandkiste - und ein tiefenentspannten Kind mit ihren ebenso relaxten Eltern.

Hier ist (fast) alles erlaubt und (fast) nix verboten.  Mia darf Erde vom Komposthaufen holen, Äste schneiden, in der Sandkiste rumgatschen, riesige Burgen bauen, Blumen pflücken, nackig rumrennen - eben alles, was ihr so Spaß macht!

Meistens fahren wir gerade rechtzeitig zum Mittagsschlaferl von zuhause weg. Und kommen gerade richtig, um unser Mittagessen zu grillen.
Oft fahren wir erst wieder heim, wenn Mia's Schlafenszeit längst gekommen ist - sie schläft dann meist schon bei der Ortsausfahrt ein und macht gerade mal ein halbes Auge auf, wenn ich sie vom Auto ins Bett trage.

Letztes Wochenende haben wir nicht nur einen sondern beide Tag im Garten verbracht - es war einfach herrlich! Zuhause hat's geregnet - wir hatten strahlenden Sonnenschein; Mia's Laune war blendend. Am Sonntag hat uns dann auch noch Mia's bester Freund mit Mama besucht - Mia war glücklich! Und wir freuen uns schon auf unser nächstes Wochenende im Paradies :)

Andrea

Sonntag, 18. Mai 2014

Mia backt einen Geburtstagskuchen

für mich, natürlich :) ich hab nämlich heute Geburtstag!
gemeinsam mit ihrem Papa, natürlich :) der beste Ehemann und Papa von allen war gestern Früh mit der kleinen Prinzessin ganze zwei Stunden lang im Einsatz, um den besten und schönsten Geburtstagskuchen für mich zu backen - Goldglitzer-Unfall gleich inklusive.

Und heute in der Früh war's dann so weit: um halb neun Uhr weckt mich mein kleiner, lebendiger Wecker. Ich bin froh, dass ich noch duschen und zähneputzen darf, bevor sie mich in die Küche zerrt. Auf der letzten Stiege muss ich dann aber nochmal kurz warten: der Papa ist noch damit beschäftigt, die Kerzen anzuzünden! Dann ist es endlich so weit - alle Kerzen brennen, ich darf rein. Mia hilft mir natürlich gerne beim Ausblasen - aber der Papa hat ein paar dazugeschummelt, die sich so leicht nicht ausblasen lassen und so haben wir zwei ziemlich Spass dabei, bis wir's - mit Hilfe - dann schließlich doch schaffen.

Danach gibt's Geschenke - darauf hat sich Mia schon die ganze Woche lang gefreut: die beiden Packerl (ein großes und ein kleines, beide recht schwer) liegen nämlich schon seit Anfang der Woche schön verpackt am Bücherregal im Schlafzimmer!
Mia hilft mir auch hier und bald hab ich zwei Bücher in der Hand: 

ein kleineres, handliches zum Fischebestimmen - etwas, wobei ich mich immer schon schwer getan hab und verbessern wollte.
und ein großes, dickes, schweres - die große Ausgabe vom "Svenson", dem Vogelbestimmungsbuch schlechthin. Meinen handlichen hab ich nämlich irgendwann zwischen Weihnachten und Ostern verschustert. Und ich wollte mir einen neuen besorgen. Statt dessen hat mir mein bester Ehemann von allen die große Ausgabe besorgt!


Ausserdem ein Ständchen von Mia ("Häppi Börsdei tu juu!" - was sonst!) - und das gleich mehrmals :)
Ich war wirklich hin und weg!

Nach dem Mittagessen (ich hab mir Steak gewünscht und bekommen) wollten wir ins Haus des Meeres - Mia sollte auf dem Weg in der Straßenbahn schlafen (das hat das letzte Mal eigentlich ganz gut geklappt).
Beides ist beim "Wollen" geblieben": Mia hat auf der Frage nicht mal 10 Minuten geschlafen und als wir mit dem müden Zwergerl dann endlich beim Haus des Meeres angekommen sind, haben sich so viele Menschen angestellt, dass die Schlange nicht nur quer durch's gesamte Haus, sondern auch noch quer über den Platz davor geführt hat!
Unsere Alternative war das Naturhistorische - Mia fühlt sich dort sehr wohl und kennt sich auch schon richtig gut aus. Und so war der Nachmittag auch richtig schön - wenn auch anstrengend, weil die kleine Maus richtig müde war. Trotzdem hat sie die Heimfahrt in der U-Bahn (!!) gut und vor allem wach überstanden. Nach einem kleinen Abendessen ist sie aber schon um kurz nach acht Uhr im Land der Träume gewesen.


Wieder ein Jahr älter, aber sehr glücklich,
Andrea