Sonntag, 3. August 2014

Mia fährt nach Hause

Unser letzter Tag also. Trotzdem haben wir noch gemütlich gefrühstückt und sind anschließend zu M. spaziert, um uns von allen zu verabschieden.
Danach fahren wir nach Meran. Wir wollen noch eine Kleinigkeit zu Mittag essen, bevor wir endgültig nach Hause aufbrechen. Am Thermenplatz lockt aber zuerst noch der Springbrunnen. Mia zieht ihre Schuhe und die Hose aus und läuft los - zwischen den Fontänen durch, Spuren auf den Weg machen, Hände "waschen", und und und!


Am Ende ist die ganze Mia nass und der beste Ehemann und Papa von allen muss schnell zurück zum Auto laufen und ein Leiberl holen - über den Bergen zieht nämlich ein Wetter herauf ...
Jetzt wird es aber höchste Zeit, etwas zu essen zu finden, Mia wird schon quengelig. In einerPizzeria an der Promenade essen wir eine mittelmäßige, dafür aber recht teure Pizza und "Penne bianco" und Mia füttert die Spatzen.
Wir sind noch nicht ganz fertig, da fallen schon die ersten Tropfen. Am Rückweg zum Auto spielen wir "Nachlaufen", damit's schneller geht. 
Wir wollen über den Jaufenpass fahren, aber zuerst verfahre ich mich ein wenig. Der kurvige Weg nimmt dann meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch, Mia und der beste Ehemann und Papa von allen spielen derweil brav auf der Rückbank. 


Nach ein paar Kurven schläft Mia ein. 
Auf dem Weg nach oben werden die Woljen immer dichter, am Pass selbst ist der Nebel so dicht, dass wir uns im Schritttempo vorwärts tasten. Erst im Tal scheint wieder die Sonne.

Wir fahren bis zur Raststelle Mondsee, Abendessenrast. Dort holt uns das Unwetter, vor dem wir schon seit Deutschlad davonfahren, endlich ein. Eine kurze Regen"pause" nutzen wir, um ins Auto zu laufen.
Dann wir der Regen so heftig, dass wir nur langsam und in Kolonne auf der Autobahn vorankommen. Erst ab Wels wird's besser.
Es ist schon tiefe, dunkle Nacht, als wir endlich müde und erschöpft nachHause  kommen und nur noch ins Bett fallen. 

Andrea

Freitag, 1. August 2014

Mia wandert

Das Wetter war auch am Dienstag nicht besser. Nach ein paar Diskussionen über unser heutiges Ziel sind wir ins Ultental aufgebrochen. 

Bei Sankt Pankraz gibt es einen Naturlehrpfad, der gleich hinter der Schule beginnt und sich am Tal entlang Richtung Lana zieht. Bis auf einige Abschnitte geht es gemütlich gerade aus und Mia hat sich auch vom Nieselregen nicht abschrecken lassen, war den ganzen Vormittag auf den Beinen und ist tüchtig gewandert. Nach dem Mittagessen (da war's dann sogar schon ein bisschen sonnig) hab ich sie ins Tragtuch verfrachtet, wo sie nach etwa 20 Minuten eingeschlafen ist. Leider ist auch der Weg "eingeschlafen", also im Nichts verschwunden. Nur ein breiter Schotterweg führte zurück auf die Strasse. Dort suche ich mir ein halbwegs gemütliches Platzerl, während der beste Ehemann und Papa von allen zum Auto zurückgeht und uns holen kommt. Schon nach einer halben Stunde taucht er wieder auf - fast zeitgleich macht Mia ihre Augen wieder auf.
Das schöne Wetter wollen wir jetzt aber noch ausnutzen und fahren mit der Seilbahn aufs Vigiljoch und von dort mit dem Sessellift noch ein Stückerl weiter. Auf dem Weg zum "schwarzen See" finden wir jede Menge Heidelbeeren, die Mia sofort vernascht. 
Leider läuft uns die Zeit ein bisschen davon, schon müssen wir umdrehen, damit wir vor Betriebsschluss wieder beim Sessellift sind. Im Lärchenwald bei der Gondel haben wir dann aber noch ein bisschen Zeit für ein Picknick.
Gegen sieben sind wir dann noch mit unseren Freunden in einer Pizzeria in Bozen verabredet. Die ist gar nicht so leicht zu finden, aber schließlich schaffen wir's doch noch. 
Der Tag war ziemlich anstrengend und Mia schläft auf der Heimfahrt kurz nach Bozen ein.

Am nächsten Morgen wachen wir schon vor sieben Uhr auf, weil uns die Sonne weckt...:) Das freut mich zwar, trotzdem hätte ich gern noch eine Stunde geschlafen.
Nach dem Frühstück machen wir noch eine Runde durch den Ort, um unser Mittagessen zu besorgen - heute wollen wir auf die Seiser Alm. Die kenne ich noch von meinem ersten Besuch in Südtirol mit meinen Eltern und Geschwistern.
Jetzt ist allerdings nichts mehr mit ruhigem, einsamen Aufstieg: eine gewaltige Seilbahn führt nach oben, wo mehrere asphaltierte Strassen in alle Richtungen (und meist auch anderen Seilbahnen) wegführen! Nachdem sich der erste Schock gelegt hat, überlegen wir, wohin wir am besten fliehen. Der Piz im Nordwesten scheint am geeignetsten - dort sehen wir keine Strasse, kein Auto und vor allem keinen Sessellift. 
Der Weg beginnt gleich hinter der "Panorama-Bahn" und führt zuerst steil bergab, und dann wieder bergauf. (Hier schläft Mia im Tragtuch ein. Ihr tun die Füsse noch von gestern weh, daher tragen wir sie heute.). Über ein Stückerl Strasse kommen wir schließlich zu einem Schotterweg, der bald schmäler und schmäler wird, bis nur noch ein Trampelpfad übrig bleibt. 
Der sich schließlich auch verliert. Macht aber nix - in der Ferne sehen wir den Wegweiser zurück zur Bergstation. Der Rückweg führt uns über Strassen bis zu dem Feldweg, auf dem Mia zu Mittag eingeschlafen ist - mittlerweile trägt sie aber der beste Ehemann und Papa von allen. Die letzte Seilbahn erwischen wir heute nur knapp, aber unser einsamer Pfad war so schön, dass wir uns Zeit lassen wollten.
"Daheim" haben wir noch kurz unsere Freunde besucht, um den nächsten Tag zu besprechen, den wir wieder gemeinsam verbringen wollten. 

Heute geht es, nach ihrem Vorschlag, nämlich nach Reinswald. Mia schläft bei Bozen ein, ich habe die (berechtigte) Hoffnung, dass ich sie nicht "schlafen tragen" muss. 
Mit der Seilbahn fahren wir hinauf und gehen anschließend Richtung Getrum-Alm. Mia's Füsse haben sich erholt - M's Gegenwart hat sicher auch viel damit zu tun. 
M's Opa ist heute dabei, der kennt die Gegend wie seine Westentasche. Durch wunderschöne Almwiesen geht es unserer Mittagsrast entgegen - bis zur Getrum-Alm werden wir's vor Mittag sicher nicht schaffen, dafür haben die Kinder viel zu viel Spaß beim Blumen- und Steinesammeln, Murmeltieren zuhören und Gämsen zusehen. Das Mittags-Picknick haben wir uns dann redlich verdient. Nachher macht M. auf dem restlichen Weg zur Almhütte sein Nickerchen. Kaum sind wir dort angelangt, wird er genau rechtzeitig munter. Die beiden Kinder und der beste Ehemann und Papa von allen machen den Spielplatz unsicher, bis unsere Jause gebracht wird.
Leider zieht genau jetzt ein Unwetter auf, wir brechen schnell auf, wieder zurück zur Gondel - und haben Glück: wir werden nicht nass! Und obwohl jetzt ab und zu die Sonne wieder herausguckt fahren wir lieber mit der Seilbahn wieder runter, anstatt den zwei Stunden lagen Urle-Steig zu nehmen - man weiß ja nie!
Unten angekommen müssen wir unbedingt noch den Spielplatz ausprobieren - dort gibt es eine Riesen-Rutsche mit der M. und sein Papa noch eine Rechnung offen haben!
Erst als es gegen sechs Uhr wieder zu tröpfeln und schließlich kurz zu regnen beginnt, suchen wir das Weite. M. und seine Eltern mit Opa fahren gleich heim, wir machen noch einen kurzen Halt bei der Burg Runkelstein (Bankerl-Picknick mit tollem Ausblick inklusive). Nur schwer ist Mia davon zu überzeugen, dass wir zurückfahren müssen. Und auch im Hotel ist noch nicht an Schlafen-gehen zu denken. Zuerst muss sie noch ein paar Mal auf der (verkehrsberuhigten Spiel-)Strasse vorm Hotel hin- und herlaufen.

Morgen ist unser Kurzurlaub auch schon wieder vorbei. Wir sind stolz auf unsere große Maus, dass sie so toll mitgemacht hat und so tüchtig mit uns wandern war!
Andrea

Montag, 28. Juli 2014

Mia macht Urlaub

Ja, wirklich: wir sind im Urlaub! Nicht nur Ferien, sondern richtiger Urlaub!
Mit Wegfahren, im Hotel schlafen und was sonst noch so dazu gehört!

Wir besuchen nämlich grade Mia's besten Freund M., der wiederum seine Großeltern besucht. Darüber haben wir schon länger nachgedacht, aber so richtig haben wir uns nicht drüber getraut: vor allem die lange Fahrt hat uns immer wieder abgeschreckt. Warum wir schließlich doch gebucht haben, kann ich euch gar nicht so genau sagen. Jedenfalls haben wir vor genau 11 Tagen das Hotel gleich neben M's Großeltern herausgesucht und ein Zimmer für uns gebucht.

Mia hat sich riesig gefreut, als wir ihr erzählt haben, wir würden ihren Freund besuchen fahren. Da hat sie sogar eine richtig lange Autofahrt auf sich genommen und auch das Pass-Machen-Lassen war kein Problem - das Foto war auf Anhieb "perfekt", am Amt mussten wir nicht allzu lange warten und ein paar Tage später war der Pass auch schon da!
Gerade rechtzeitig, um zu den - gefühlt zehntausend - anderen Sachen gepackt zu werden. Wir waren alle drei ziemlich aufgeregt - Mia konnte keine Sekunde mehr stillstehen, uns sind ständig Dinge eingefallen, die noch eingepackt oder erledigt werden sollten/ mussten, aber irgendwie haben wir's trotzdem ins Auto geschafft.


Kurz nach halb 11 waren wir dann auch schon unterwegs. Mia und der beste Ehemann und Papa von allen haben am Rücksitz geblödelt, gelesen, gespielt und gemalt. Mit nur einem etwa einstündigen Stop und einem kurzen Tank-Aufenthalt haben wir die ganze Strecke bewältigt. Und haben erst beim zweiten Anlauf das Hotel gefunden ...
Trotzdem war noch genug Zeit, um M. zu treffen - die Wiedersehensfreude war unglaublich groß!


Danach war eine Pizza fällig und dann war's auch schon höchste Zeit ins Bett zu gehen!


Die Nacht war kurz: zuerst hat Mia nicht gut geschlafen, dann gab's ein ordentliches Gewitter und um dreiviertel sieben war die kleine Maus auch schon wieder munter.
Das Frühstück hat uns dann aber dafür mehr als entschädigt: frischer Striezel, mehrere Brot- und Gebäcksorten, Joghurt, verschiedene Frühstücksflocken, Eier, Marmeladen, Wurst, Schinken, Speck, und und und - einfach köstlich!

Der Wetterbericht war nicht berauschend, also haben wir uns kurzerhand einen Ort mit besseren Aussichten herausgesucht und sind mit M. und seinen Eltern in die kleinste, vollständig von historischen Stadtmauern umgebenen Ort Italiens gefahren.
Die Stadt hat wirklich Charme, aber die große Strasse, die mitten durch führt macht es manchmal ein bisschen schwierig, den auch wirklich zu geniessen. Zu Mittag haben wir's uns im "grünen Baum" am Hauptplatz gut gehen lassen und uns danach die kleinen, schmalen Gassen der alten Stadt angeschaut. Abseits von Strasse und Geschäften hat man seine Ruhe und kann den bezaubernden Ort auch wirklich geniessen. Zum Abschluss sind wir noch auf den riesigen Spielplatz ausserhalb der Stadtmauern gegangen. Erst der doch noch einsetzende Regen hat uns dann vertrieben.

Beim Heimfahren ist Mia fast eingeschlafen - iPad und JoNaLu sei dank, dass sie doch durchgehalten hat. Und nach einem schnellen Abendessen sind wir sogar noch in den hoteleigenen Pool gehüpft - Mia hatte ihren Spaß und war kaum mehr dazu zu bewegen, das Hallenbad wieder zu verlassen.
Aber die letzten beiden Tage waren anstrengend, das musste auch sie einsehen und so schläft sie seit neun Uhr friedlich.

Und ich geh jetzt auch schlafen. Gute Nacht,
Andrea

Dienstag, 22. Juli 2014

Mia hat Ferien

Der beste Ehemann und Papa von allen und ich haben frei - ganze zwei Wochen! Nur für uns! 
Selbstverständlich hat dann auch Mia frei - kein Kindergarten für ganze zwei Wochen! Nur Papa und Mama!

Und prompt gibt's Regenwetter. 
Am Wochenende hatten wir ja noch Glück: strahlend blauer Himmel bei 32 bzw 34 Grad - ideales Badewetter! Das haben wir auch ordentlich ausgenutzt: die beiden Tage haben wir im ... nein: am Apetloner Badeteich verbracht. Mia war wahrscheinlich wirklich mehr im Wasser als heraussen. Zum Glück is der beste Ehemann und Papa von allen genau so eine Wasserratte! Nur zum (Eis-) Essen ist sie an Land gegangen. 


Gestern war's dann ein bissl stressiger: gleich in der Früh sind wir losgezogen, zuerst Fotos und dann einen Kinderpass machen lassen. Mia war schon die letzten Tage immer wieder maulig und grantig, und nach diesem Ausflug ganz besonders. Nachdem wir uns aber z'samg'rauft haben, sind wir trotz Unwetterwarnungen noch nach Carnuntum gefahren. Vom Heidentor aus sind wir den Feldweg entlang spaziert, haben bei einer kleinen Baumgruppe Mittagsrast gemacht 


und anschließend noch einen Blumenstrauß gepflückt. Am Bankerl neben dem Heidentor hat's dann noch Abendessen gegenen und ab nach Hause. Von den Unwettern, die es im ganzen Osten gegeben hat, haben wir (außer dicken Wolken) nichts mitbekommen.

Heute war der Zwerg dann schon deutlich besser gelaunt. Der Wetterbericht verspricht immer noch Regen. Wir fahren nach Asparn an der Zaya ins MAMUZ. Am Abenteuer-Spielplatz davor machen wir Mittags-Picknick. Mia benutzt noch jedes Spielzeug, bevor wir hineingehen können.


Sie ist vom Mammut gleich am Eingang begeistert! Auch die vielen nachgebildeten Häuser von der Altsteinzeit bis zur Bronzezeit gefallen ihr - jedes einzelne wird besichtigt und kommentiert. 
Viel zu schnell ist es fünf Uhr, wir müssen gehen. Im Ort hat noch ein einziges Gasthaus offen, in dem wir Toast und Traubensaft  und ein Schokoeis bekommen. Der Verdauungsspaziergang führt uns rund um den Kirchplatz, Mia und der beste Ehemann und Papa von allen drehen noch ein paar Runden mit dem Roller. 
Auch heute war uns der Wettergott gnädig, bis auf ein paar kurze Schauer hat es gehalten, zum Schluss haben wir sogar noch einen Sonnenuntergang bekommen. 


Schön war's!

Andrea

Dienstag, 15. Juli 2014

Mia zeichnet

Vor kurzem hat sie  noch am liebsten wilde "Wasserstrudel" in allen verfügbaren Farben gezeichnet, oder eine "Blumenwiese" - viele Striche nebeneinander.
Besonders gerne hat sie auch "geschrieben" - zickzack-Linien. Nur das A hat sie richtig gelernt. Jedes ihrer Bilder hat sie signiert - mit durchgeschrichenem zick als A für MiA.

In letzter Zeit ist dann öfter noch ein Boden und ein Himmel (waagrechte Striche oben und unten) dazugekommen und manchmal sogar Blüten.
Dann hat sie eine ganz Zeit lang viele dicke Striche nebeneinander gemalt, mit den unterschiedlichsten Titeln: viele Tiere nebeneinander, eine Blumenwiese, ein Wald, ...

Letzte Woche hat sie mich dann mit einer Zeichnung von sich selbst überrascht. Mit einem großen Kopf und vier Strichen als Arme und Beine.
Einen Tag später hat sie dann mich gemalt: 


mit großen Augen und kurzen Beinen. Und mit eigenhändiger Unterschrift.


Mia plappert

den ganzen Tag lang.
ohne Punkt und Beistrich.
nicht immer Sinnvolles.

Zur Zeit steht ihr kleines Goscherl nicht still. Wenn sie mir nicht riesige Löcher in den Bauch fragt, erzählt sie mir, was sie grade macht. Oder sie spricht in ihrer ganz eigenen "Mia-Sprache", die niemand ausser ihr versteht. Oder sie schreit, quietscht, kirrt, brüllt, brummelt oder singt.

Versteht mich nicht falsch, ich freu mich, wenn sie mir Löcher in den Bauch fragt. Aber das wird mit der Zeit ganz schön lästig, wenn nur um des Fragens willen gefragt wird und die Antwort gar nicht richtig wahrgenommen wird.

Und sollte doch einmal durch ein kleines Wunder kurze Stille herrschen, machen statt dessen ihre Füße und Arme weiter: keine Sekunde stille stehen. Mama und Papa müssen als Klettergerüst herhalten, ob wir wollen oder nicht. 
Auch beim Einschlafen ist das ein ganz großes Thema: sie kann kaum ruhig liegen, immer bewegt sich irgendein Mia-Teil. Und so dauert auch das Einschlafen wieder länger.
Diese Ruhelosigkeit könnte auch daran liegen, dass sie gerade wieder einen ordentlichen Wachstumsschub durchmacht. Wir sind mittlerweile bei Kleidergröße 104/110 angekommen.
Das würde zumindest bedeuten, dass auch diese Phase bald ein Ende haben wird.

Andrea

Freitag, 20. Juni 2014

Mia verausgabt sich

Gestern war Feiertag und der beste Papa und Ehemann von allen hat sich die beiden Tage freigenommen, um mit uns ein langes Wochenende zu verbringen.

Weil das Wetter so schön war, wollen wir einen Ausflug mit dem Rad machen - Mia könnte ihren Mittagsschlaf gleich am Radlsitz "erledigen". Hatten wir uns zumindest so gedacht. Mia war anderer Meinung: sie ist schon ein so großes Mädchen und braucht keinen Mittagsschlaf mehr. Also auch keinen Radausflug mit Mama und Papa, sondern auf dem eignen Rad! 2 Stunden lang ist das todmüde Kerlchen herumgedüst, immer wieder furchtbar grantig und weinerlich. Als sie endlich aufgegeben hat, durfte ich sie zwar heimtragen, aber an ein Schlaferl war immer noch nicht zu denken. (Es war immerhin schon halb 4 ...)

Eine knappe Stunde später hat der Papa sie dann doch zu einem Radausflug überredet. Mia ist zwar zum Umfallen müde, aber die Augen bleiben offen! Auf der Dinauinsel kapern wir dann eine schwimmende Insel und machen Picknick, Mia hüpft herum und ist wieder gut aufgelegt. Als wir um sechs Uhr zurückfahren rechnen wir beide Fest damit, dass sie endlich dem Sandmännchen nachgibt, aber nein: Mia bleibt wach! Daheim angekommen möchte ich die kleine Maus gleich ins Bett bringen, aber sie muss unbedingt noch eine Runde mit ihrem Rad ums Haus fahren. Nach einiger Diskussion geb ich nach, ich bin fertig mit Streiten.
Aus der einen Runde werden sechs, es ist mittlerweile halb neun. Jetzt geb ich nicht mehr nach, es geht ins Bett. 
Erst eine Stunde später schläft sie endlich...

Heute haben einen ruhigen Tag als Ausgleich geplant: zuerst die Nummerntafel für den Radlträger abholen, dann den Wocheneinkauf erledigen.
Aber schon bei der Zulassungsstelle bittet sie darum, ins Auto schlafen gehen zu dürfen - dabei ist es erst kurz vor elf!! Sie schläft, bis der Papa fertig ist und die ganze Fahrt ins Einkaufszentrum. Dort ist Mia genau so lange wach, wie sie zum Verdrücken von ein paar Pizzastücken braucht. Dann setz' ich sie ins Tragtuch und sie schläft wieder ein - mittlerweile hat sie auch ein bisschen erhöhte Temperatur.
Von nun an schläft sie, mit wenigen Unterbrechungen, den ganzen Nachmittag auf mir/ im Tragtuch.
Den Transport vom Auto ins Bett kriegt sie kaum mit. Als sie dann aber eine Stunde später (gegen acht Uhr) aufwacht möchte sie unbedingt auf der Couch im Wohnzimmer, ganz nah bei Mama und Papa, schlafen. Dort schläft sie seither ruhig, allerdings mit leichtem Fieber. 

Morgen schaut die Welt schon wieder ganz anders aus! Gute Nacht,
Andrea