Donnerstag, 26. September 2013

Mia spielt

Am liebsten Verstecken.
Dabei ist sie in der Wahl ihrer Verstecke nicht besonders wählerisch, zumindest ihr Gesicht muss halt verdeckt sein. Finden darf man sie deshalb noch lange nicht. Und um das zu vermeiden gibt sie schon mal falsche Hinweise: "Die Mia is unter'm Bett!!" oder "Die versteckt sich hinter der Bank!" hört man häufig. Und wenn sie fertig ist mit Verstecken kommt sie vorsichtig rausgekrochen und macht "Buuuuhhh!"

Ganz toll findet sie auch Nachlaufen.
Dass unser Esstisch dabei strategisch günstig - nämlich frei in der Mitte der Wohnküche - steht, macht die Sache nur noch lustiger. Immer rundherum gehts, in einem ziemlichen Tempo, bis den Mitspielern schwindelig ist. Dann nimmt sie eine "Abkürzung" unter den Sesseln durch und dreht die Richtung um. Je nach Bedarf ist dann die Couch, Mama, Papa oder ein Grosselternteil "Leo!" - aber nur für sie ;)
Manchmal ist nicht ganz klar, wer hier denn wen jagt. Und so wird der Jäger dann auch mal mit "Klatsch, gefangen - du bist dran!" und einem kräftigen Bauchklatscher überrascht.

Am Ausdauernsten ist sie aber bei Rollenspielen.
Da haben wir zwei zur Auswahl, je nachdem, welches Thema sie grade beschäftigt:
Kindergarten
Mia spielt die Mama und bringt ihr Kind (Mama oder Papa) in den Kindergarten. Das arme Kind muss dabei herzzerreissend weinen, während sie sich schnell verabschiedet und arbeiten geht: "Tschüüüss! Ich geh jetzt arbeiten und hol' dich dann gaaanz später ab!"
Mia geht ins nächste Zimmer, sagt ein paar Mal "bumm bumm!" (das war ihr Wort für "Arbeiten", als sie noch nicht so gut sprechen konnte) und kommt ihr mittlerweile wieder fröhliches Kind abholen. "Hast du brav geschlafen? Und was gegessen?"
Das kann sie scheinbar endlos im Kreis spielen ...
Rettung
Eines ihrer bedauernswerten Kuscheltiere hat sich schwer verletzt, meist gleich an mehreren Stellen. Da hilft kein Bussi und kein Drauf-Blasen, da muss die Rettung her!
Mama/ Papa nimmt also das Telefon und ruft die Rettung. Die darf derjenige dann auch gleich selber spielen, mit Martinshorn und allem, was dazu gehört. Schlussendlich läutet's dann an der Tür, Mia macht auf und dann muss das arme Kuscheltier schnellstens verarztet werden - am Rücken ein grosses Pflaster, an der Pfote einen Verband und auch am Aug ist ein Verband nötig!
Die Rettung darf dann wieder gehen, muss aber gleich wieder kommen, den Verband und das Pfaster entfernen.
Und wenn die Rettung wieder weg ist, fällt das patscherte Kuscheltier gleich wieder so unglücklich, dass Papa/ Mama sofort wieder die Rettung rufen muss ;)

Ganz hoch im Kurs stehen auch Puzzles.
Davon hat sie auch schon einige. Angefangen haben wir mit ganz einfachen: aus einer Kartonlandschaft sind Figuren ausgeschnitten, die wieder an den richtigen Platz gehören. Die hat sie ruck-zuck auswendig gelernt gehabt und kann sie mittlerweile schon fast mit verbundenen Augen. Trotzdem machen sie immer noch Spass, vor allem, wenn der Papa so tut, als wüsste er nicht, wo welches Teil hingehört ;)
Vor Kurzem haben wir ihr dann auch "richtige" gekauft, die, bei denen man mehrere Teile zusammenbasteln muss. Die ersten hat sie gleich wieder auswendig gelernt, erst bei den letzten beiden hab ich das Gefühl, dass sie wirklich schaut, was drauf ist, und wo das Teilchen dazugehören könnte. Wir müssen wohl einfach Puzzles mit so vielen Teilen kaufen, dass sie's nicht einfach auswendig lernen kann, wo welcher hingehört ...;)

In letzter Zeit malt sie auch sehr gerne.
Aus "Sicherheitsgründen" waren bisher nur Buntstifte erlaubt - die weissen Wände laden ja wirklich dazu ein, ein Kunstwerk darauf zu hinterlassen. Mittlerweile versteht sie aber, dass Papa und Mama das gar nicht witzig finden. Seither darf sie auch mit Wasserfarben und den Ölkreiden malen und zeichnen.
Und das tut sie auch ausgiebig - es vergeht kein Tag, an dem nicht unzählige neue Kunstwerke entstehen. Ein Bild für S., eines für deren Mama und Papa, ein Bild für M., eines für dessen Mama und Papa, eines für den eigenen Papa, eines für Oma und Opa ... ab und zu verschenkt sie die Bilder dann auch wirklich ;)

Bücher sind zwar nicht wirklich Spielsachen, aber sie ist richtig stolz auf ihre recht umfangreiche Bibliothek. Sie weiss genau, welche Bücher sie hat und worum es darin geht. Und sie weiss auch ganz genau, welches sie vorm Schlafengehen vorgelesen haben möchte - ein gaaaaaanz langes ;)

Bis bald,
Andrea

Montag, 2. September 2013

Mia's neues Kindergartenjahr

Jetzt ist es doch soweit gekommen: der Sommer ist vorbei und damit auch die Ferien.
Fast zwei Monate war Mia zu Hause, abwechselnd betreut von ihren Omas & Opas und Mama & Papa. Nicht immer haben das auch beide Seiten genießen können, aber im Großen und Ganzen hatten wir einen schönen Sommer!

Dementsprechend hat sich die Vorfreude auf den Kindergarten in argen Grenzen gehalten... (So schlimm, wie ich befürchtet hatte, war's dann aber doch nicht - ein paar Tränen sind am Frühstückstisch zwar geflossen, aber schon beim Weggehen war wieder alles halbwegs OK ...).

Viel hat sich geändert im Kindergarten:
Aus der Zwergerlgruppe ist eine Schäfchengruppe geworden. Mit hübschem, neuem Dekor an den Fenstern und den Spinden.

Mia's beiden beste Freunde M. und S. gehen ab heute ebenfalls in den Kindergarten, allerdings in die andere (Dschungel) Gruppe - das finde ich besonders schade. Mia hätte sicher mehr Freude am Kindergarten, wenn zumindest eine/r der beiden in ihrer Gruppe wäre. Aber sowas ist leider nicht zu ändern ... 

Eine weitere Neuigkeit macht mir aber schwereres Kopfzerbrechen: Mia's Lieblings"tante", K., hat mit Anfang dieses Kindergarten-Jahres eine neue Stelle und wird Mia's Gruppe nicht mehr betreuen. Das macht mir insofern Kopfweh als K. eine wirklich wichtige Bezugsperson für meine kleineres war, die sie immer wieder in den Kindergarten "locken" konnte, wenn sie grade wieder mal keine Lust hatte. Die "Neue", S., ist eine ganz junge, die im letzten Jahr als Springerin gearbeitet hat, um den Kindergarten mal kennenzulernen. Ganz neu ist sie also nicht. Ich bin gespannt, wie Mia mit ihr zurechtkommt ...!

Und zum guten Schluss hat Mia sogar einen neuen Spind bekommen. Das mag auf den ersten Blick gar keine so große Sache  zu sein, für Mia war es - gelinde gesagt - sehr irritierend. 

Wenigstens sind einige ihrer "alten" Spielkameraden noch geblieben, einige haben wir an den "großen" Kindergarten "verloren". 

Aber auch Mia hat sich im letzten Jahr sehr verändert: sie ist nicht mehr so schüchtern (und verrät sogar ab und zu Fremden ihren Namen, wenn sie danach gefragt wird...).
Das hängt sicher auch damit zusammen, dass sie sich in den letzten 6 oder 7 Wochen (in denen sie mich mit ihren Wutanfällen immer wieder strapaziert hat) wieder mal rasant entwickelt hat: sie stellt unglaubliche Zusammenhänge her und ist noch wortgewandter geworden. Das gibt ihr nicht nur die Sicherheit, verstanden zu werden, wenn sie mit Erwachsenen spricht, sondern auch die Möglichkeit, ihre Gefühle und Bedürfnisse besser auszudrücken. 

Ich bin gespannt, was mir meine kleine Maus gleich erzählen wird, wenn ich sie endlich abhole :)

Sonntag, 18. August 2013

Mia ist besonders ...

aufmerksam, einfühlsam, vorsichtig, emotional, feinfühlig, empfindsam, ... mit einem Wort: hochsensibel.
Hochsensibel zu sein heisst, die Umwelt und ihre Reize viel differenzierter wahrzunehmen und über sein Handeln viel gründlicher nachzudenken, als die etwa 80% der Menschen, die nicht hochsensibel sind. Und das führt - gerade bei (kleinen) Kindern - schnell zu Überreizung. Um diese Überreizung zu vermeiden ziehen sich solche Kinder oft zurück, gelten als schüchtern oder scheu.


Dass Mia besonders - oder anders als andere Kinder - ist haben wir schon sehr früh gelernt.

Dass sie keinen Kinderwagen mochte und lieber getragen wurde, 
dass sie immer früh dran war,
dass sie's mir (und sich) beim Schlafengehen nicht leicht gemacht hat, 
dass sie mit dem Kindergarten ihre Schwierigkeiten hatte (und noch immer hat),
dass sie's nicht mag, wenn viele Leute um sie herum sind - auch (oder vor allem) nicht am Spielplatz, 

das alles wissen diejenigen ja schon, die hier schon länger mitlesen (alle anderen dürfen gerne nachlesen ;) )

Mia hat aber ausserdem noch einen ausgeprägten Hang zum Perfektionismus. Sie sagt zum Beispiel selten ein Wort, das sie nicht richtig aussprechen kann. Einzig der "Mettalig" ( Schmetterling) hatte es ihr so angetan, dass sie ihn einfach beim Namen nennen musste, auch wenn's nicht ganz gepasst hat. Neue, schwierige Worte lässt sie sich einfach so lange immer und immer wieder vorsagen, bis sie jeden Vichstaben und jede Silbe genau verstanden hat und sie's richtig nachsprechen kann. 
Genau so lernt sie Texte von Kinderliedern und ganze Passagen von "Winnie the Pooh"  auswendig. Dabei hat sie ein enormes Gedächtnis, sie kennt unzählige Lieder, weiss genau, welche Folge "Winnie the Pooh" sie sehen möchte - nur anhand des winzigen Vorschaubildes - und weiss oft noch nach Monaten, wo sie eine Katze, eine Raupe oder einen toten Regenwurm gesehen hat.

Der Perfektionismus erstreckt sich auch auf so praktische Dinge, wie das Sauber-Werden. Auch hier hat sie so lange gewartet, bis sie's von heute auf morgen "einfach so" geschafft hat.
Und ich habe das Gefühl, dass das mit dem Schnuller- und Flascherl-Loswerden genaus so funktionieren wird : sie wird warten und immer wieder kurz probieren und erst dann alle Schnuller wegwerfen, wenn sie sicher ist, dass sie auch wirklich keinen mehr braucht.


Viel problematischer für sie sind neue Situationen. Alles, was neu und unbekannt ist, schreckt sie zuerst einmal. Wenn wir also etwas unternehmen wollen, wir Besuch (nicht nur von einem Fremden) bekommen oder essen gehen wollen, dann erzählen wir Mia spätestens einen Tag vorher davon. Das hängt natürlich davon ab, wie "gross" das bevorstehende Ereignis ist. Als zum Beispiel ein Freund von uns hier übernachtete, den Mia nur ein einziges Mal als Baby gesehen hatte, haben wir ihr das schon einige Wochen vorher erzählt. Und sie war so gut darauf vorbereitet, was passieren wird, dass sie sogar recht entpannt war und sich auf den Besuch freuen konnte! 

Problematisch ist manches Mal auch ihr Temperament: sie ist eine echte Königin des Dramas: 
Wenn sie zornig ist, dann mit aller Macht; man sieht förmlich die Funken aus ihren blauen Augen blitzen. Und sie kann schnell wütend werden. Oft wegen "Kleinigkeiten", die ich in diesem Moment gar nicht sehe, die für sie aber unerträglich sind. Da hilft nur, sie vorsichtig zu trösten - nur in ganz seltenen Fällen, wo ich sehen kann, dass sie eigentlich nur eine bestimmte Reaktion provozieren will, kann ich versuchen, sie "mit dem Schmäh" zu packen.
Wenn sie traurig ist, dann aus tiefster Seele; so, dass man selber traurig werden könnte. Zum Glück ist sie ein fröhliches Kind. Aber wenn andere Kinder weinen oder sie zB ein totes Tier entdeckt, dann geht ihr das sehr nahe.
Wenn sie lacht, dann mit ganzem Herzen; so ansteckend, dass man gar nicht anders kann, als mitzulachen; sie strahlt übers ganze Gesicht! Dieses Lachen entschädigt für die Wut-Anfälle; für lange Nächte, in denen ich 4, 5 Mal aufstehen musste oder in denen sie nur auf meinem Bauch geschlafen hat; für das stundenlange herumtragen, damit sie ihren Vor- und/ oder Nachmittagsschlaf halten konnte; einfach für alles.

Ich hab's schon angesprochen: Mia ist ein sehr empathisches Kind - sie merkt sofort, wenn was nicht stimmt, wenn jemand nervös, wütend oder traurig ist oder gar weint. Oder anders: heftige Emotionen anderer. Und es trifft sie noch viel mehr, wenn's Mama und Papa sind, die ihre Gefühle grad nicht im Griff haben. Besonders wichtig ist das dann, wenn wir wieder einmal in einer schwierigen Phase sind und sie mich wahnsinnig macht. Somst spielen wir uns gegenseitig hoch, die Situation gerät völlig ausser Kontrolle und zum Erfolg füjrt sowas bestimmt nicht.
Das Wichtigste also -  und Schwierigste - dabei ist, möglichst ruhig zu bleiben, gerade dann, wenn sie in so einer Phase ist. Mittlerweile gelingt mir das immer besser (der Papa ist sowieso ein recht ruhiger Typ, der schafft das viel besser als ich ...), aber oft fällts mir nicht grad leicht ...

Wirklich Erfolg hat man dann, wenn man ihr erklärt, warum bestimmte Dinge verboten (andere Kinder mit Steinen bewerfen) und andere notwendig (beim Strasse-Überqueren die Hand geben) sind. Solche nachvollziehbaren Ge- und Verbote merkt sie sich richtig gut, hält sich auch (in den allermeisten Fällen dran), aber verlangt auch von uns, sich daran zu halten und fordert die Einhaltung auch sehr deutlich ein :)


Eine grosse Erleichterung und Bereicherung war und ist die Freundschaft zu M und seiner Mama. M und Mia gleichen sich in so vielen Hinsichten und es ist wirklich schön zu wissen, dass Mia nur eine von Vielen ist, die einfach sensibler sind, als andere. 

Freitag, 9. August 2013

Mia lässt sich die Haare schneiden

Dass Mia nicht gerne Haare wäscht hab ich euch erzählt. Und obwohl wir die Prozedur zu ihrere Zufriedenheit weiter verbessert haben - sie liegt in meinen Armen und Papa wäscht ihr mit der Giesskanne die Haare - ist es ihr immer noch sehr lästig.
Und dann müssen die Locken natürlich mindestens zwei mal am Tag frisiert werden - eine Zumutung!
Immer wieder habe ich sie daher gefragt, ob ich ihr die Haare abschneiden darf, damit das alles einfacher wird. Immer wieder war die Antwort ein vehementes: "Nein!"
Bis Donnerstag, da hat sie kurz nachgedacht und tatsächlich "Ja!" gesagt! Und ist dabei geblieben, obwohl ich ihr gesagt hab, dass ich die Haare anschliessend nicht mehr lang machen kann, wenn sie sich nicht gefällt.
Also haben wir im Badezimmer ihren kleinen Schemel aufgestellt, ein Tuch zum Schutz vor den Haaren besorgt und meiner kleinen Maus eingeschärft, möglichst ruhig zu sitzen. 
Und das hat sie dann auch recht gut hingekriegt. Sie hat so ruhig gehalten, dass ich nicht nur die Haare abschneiden konnte, sondern ihr auch noch sowas wie eine Frisur verpassen konnte :)



Ich war ganz zufrieden mit dem Ergebnis, aber als sie sich zum ersten Mal im Spiegel gesehen hat, war sie ziemlich erschrocken und hätte fast zu weinen begonnen. Ich hab ihr dann erzählt, wie hübsch sie doch ist mit ihrer neuen Frisur und dass sie wie ein grosses Mädl ausschaut. Dann war sie plötzlich sehr zufrieden :)

Das Lob vom Papa hat sie dann gleich nochmal um 5 cm wachsen lassen :)


Alles in Allem: Projekt gelungen :)
Alles Liebe,
Andrea

Montag, 5. August 2013

Mia's erster Tag ohne Mittagsschlaf

Heute war soweit, was sich schon seit einiger Zeit angekündigt hat: Mia hat zu Mittag nicht geschlafen! Und das ist so gekommen: gestern waren wir mit ganz lieben Freunden wieder am Badesee. Das war zum Einen wirklich aufregend für die kleine Maus und zu, Anderen - trotz drohendem Hitzegewitter - so schön, dass keiner heim gehen (bzw. fahren) wollte. 
Dementsprechend lang (genauer: bis halb neun!) haben wir heute geschlafen. Und zu Mittag war sie einfach nicht müde genug, um auf der relativ kurzen Strecke nach Niedersulz, einzuschlafen - obwohl ich ihr erklärt hab, dass sie erst am Abend, wenn wir wieder ins Auto steigen, schlafen kann.
Den ganzen Nachmittag über waren wir im Museumsdorf unterwegs - Mia ganz brav zu Fuss und in bester Laune! 
Vom Schulgarten über das Gasthaus (wo sie ganz brav Würsterl gegessen hat) bis zum Zwerchhof und der Mühle kein Raunzen und kein Quengeln! Bis um kurz vor neun waren wir dann noch am riesigen Spielplatz beim Parkplatz. Von dort war sie allerdings nur mit einiger Überredungskunst ins Auto zu kriegen, aber auch das ging ohne Tränen. Nach einem halben Flascherl und nicht ganz 10 Minuten war sie dann so tief im Träumeland, dass sie kaum mitbekommen hat, wie ich sie ins Bettchen getragen habe :)
Mal schaun, wie die Nacht wird ...

Andrea

Mittwoch, 31. Juli 2013

Mia schwimmt

Wir haben Ferien!
Und weil Mia eben nicht gerne wo anders schläft haben wir Ferien daheim.
Und weils gar so schön warm - oder eher heiss - ist, haben wir Ferien daheim im Wasser. Genauer gesagt: im Wasser vom Badesee in Apetlon. Oder im Wasser der Römertherme in Baden, wenn's zu windig und trotzdem heiss ist.

Mia kennt Wasser ja hauptsächlich in der Badewanne und im Plantscherl. Und von den beiden Thermen-Ausflügen, die wir letztes Jahr gemacht haben. Unsere Erwartungen waren also nicht allzu hoch, unsere Schwimm-Ausrüstung schlichtweg nicht vorhanden (vom Badeanzug mal abgesehen).
Umsomehr hat uns die kleine Maus überrascht: gleich am ersten Badetag hat sie den See von Papas Arm aus erobert - gar nicht mehr rauszukriegen war sie aus dem Wasser! Also haben wir am nächsten Tag alles besorgt, was man fürs Schwimmen unbedingt und nicht so unbedingt braucht: Schwimmflügerl, Schwimmbrett und -reifen (beides übrigens im "Nemo"-Design und ohne Hell(o) Kitty) und - das Allerwichtigste - eine Spritzpistole!
Und nach dem Mittagsschlaferl im Auto kann's dann losgehen! Denken sich zumindest Mama und Papa. Denn Mia mag gar nicht ins Wasser. Auch die Aussicht, ihren funkelnagelneuen Schwimmreifen testen zu können, hat sie nicht locken können. Erst als es ein bisschen kühler wird ändert sie dann doch noch ihre Meinung. Und hat wieder richtig Spass. Die Schwimmflügerl bleiben allerdings an Land. 
Und auch am nächsten Tag müssen sie draussen bleiben, während wir im Wasser plantschen. Mia macht ihre Sache richtig gut - sie paddelt mit Händen und Füssen und kommt richtig gut vom Fleck. Nur die Sache mit dem Schwimmreifen (beziehungsweise nicht-Schwimmflügerl) macht mir zu schaffen. Viel zu schnell kann sie da rausrutschen und ... und weiter mag ich gar nicht denken.
Also lassen wir die kleine Wasserratte nicht nur nicht aus den Augen sonder auch nicht aus den Händen. Und ringen ihr den Versprechen ab, am nächsten Tag mal den Schwimmflügerln eine Chance zu geben.
Und tatsächlich: am Montag geht sie mit Schwimmflügerl und -reifen ins Wasser. Nach kurzer Zeit darf ich dann auch mal den Schwimmreifen wegräumen - und dann geht's richtig los. Mia kapiert schnell, wie sie sich bewegen muss, damit sie nicht zu viel Wasser schluckt und trotzdem vorankommt. Und sie traut sich allein loszuschwimmen. Ohne die lästige Mama am "Rockzipfel" ;) so macht Schwimmen Spaß!

Und immer wieder lässt sie sich geduldig zeigen, wie die Erwachsenen schwimmen. Es dauert gar nicht lang, da machen zumindest die Füße das, was sie sollen und schon ist aus unserer Wasserratte eine kleine Froschprinzessin geworden :)

Noch mehr Spass macht nur noch die Therme - da ist das Wasser sogar noch ein bissl wärmer - und vor allem durchsichtig :) Am Schluss möchte sie sogar ganz ohne Flügerl selber schwimmen, aber das klappt natürlich noch nicht ;) Aber wer weiß, ehrgeizig genug wäre sie ja, um auch das noch zu meistern ;)
Liebe Urlaubsgrüße!
Andrea

Donnerstag, 13. Juni 2013

Mia geht schlafen oder: was lange währt wird endlich gut?

Ich hab hier ja schon oft und ausführlich über das Schlafen beziehungsweise das Nicht-Schlafen geschrieben - und meistens unerfreuliches ... aber diesmal gibts endlich was Gutes zu berichten :)

Die erste windelfreie Woche war wirklich nicht besonders lustig, aber das wisst ihr ja ... Mittlerweile hat sie die windelfreie Nacht aber auch im Griff und was noch besser ist: die Nächte, in denen sie durchschläft - richtig durchschläft, von 9 Uhr abends bis halb 7 morgens - werden immer häufiger! Und auch in solche Nächten geht nix mehr daneben - ich bin so stolz auf mein kleines, grosses Mädchen!
Natürlich gibt es nach wie vor noch genug Nächte, in denen sie mich 2 Mal oder öfter weckt, weil sie doch Lulu gehen muss, oder doch noch ein Flascherl braucht (oder aus dem Bett fällt, so wie gestern Nacht), aber immer häufiger darf ich nicht nur "allein" im Bett schlafen, sondern auch die ganze Nacht! Was für eine Wohltat :)

Aber nicht nur das Schlafen funktioniert jetzt besser, auch das Einschlafen ist lange nicht mehr so schwierig, wie es schon mal war. Nach dem Baden gehen wir Abendessen, da kommt meist auch der Papa heim. Danach spielen wir noch eine Runde und gegen halb 9 ist dann Schlafenszeit. Nach dem Zähneputzen geht sie nochmal aufs Klo und dann schnell ins Bett. Dort gibt entweder eine (oder zwei) Gute-Nacht-Geschichte(n) und unser Abendgebet. Meist trinkt sie dann noch ein paar Schlucke aus ijrem Flascherl, aber meist nur halbherzig. Dann dreht sie sich auf die Seite, kuschelt mit ihrer "Biene Maja" und schläft meist recht schnell ein.

Ich wünsch euch eine Gute Nacht!