Freitag, 22. Februar 2013

Mia muss zur Kontrolle

Zum Glück mussten wir am Sonntag nicht zur Kontrolle, sondern erst am Montag Abend. Die Praxis ist in einer Siedlung knapp ausserhalb von Groß Enzersdorf, im Keller. Ungefähr 200 Meter bevor wir da sind, schläft Mia ein ... und ist natürlich grantig, als wir sie aufwecken müssen.
Wir sind fast sofort dran, Mia macht trotzdem Theater. Das Pflaster muss halt runter, auch, wenns ein bisserl weh tut ... das neue ist schnell wieder draufgeklebt und schon nach 10 Minuten sitzen wir wieder im Auto Richtung nach Hause - diesmal ist sie aufgedreht genug, um nicht einzuschlafen.

Fazit:
Die Lasche muss noch mindestens bis zum nächsten Termin (Mittwoch mittags) drinbleiben. Auch die Antibiotika muss sie weiterhin nehmen. Gemeinsam mit der gerade noch nicht ausgestandenen Magen-Darm-Geschichte machen die heftigen Durchfall. Aber Mia trinkt brav und viel, also machen wir uns nicht allzuviele Sorgen.

Die Drainage/ Lasche wurde dann tatsächlich am Mittwoch entfernt. Die Wunde schaut jetzt schon viel besser aus, trotzdem verursacht mir der ca 2 cm lage Schnitt, der mit zwei Stichen genäht wurde  ein ungutes Kribbeln im Bauch.
Die Antibiotika werden ihr weiterhin nicht erspart bleiben. Außerdem muß ich jetzt täglich das Pflaster wechseln und die Wunde mit klarem Wasser abwaschen. Also zur Apotheke, Pflaster besorgen. Und etwas, um die Auswirkungen der Antibiotika ein bißchen abzufangen. (Der Apotheker rät uns zu "Omni Biotik Panda" - ein weißes, geschmackloses Pulver, das unters Flascherl oder den Brei gerührt wird. Das funktioniert ziemlich gut, weil es eben total geschmacklos ist! Und die Wirkung war schon am nächsten Tag deutlich.)
Das tägliche Pflaster-Wechseln macht Mia zwar nicht recht Freude, aber besser, als zum Arzt zu müssen. Schlimmer ist aber die tägliche Dosis Antibiotika - morgens und abends 2,5 ml. Das Zeug ist ziemlich bitter. So bitter, daß die arme kleine Maus immer würgen muß. Auch, wenn sie sofort Wasser zum Nachtrinken bekommt und ein Stück Schokolade. Ich verstehe, daß sie s nicht nehmen mag. Mit viel gutem Zureden und dem einen oder anderen Video-Telefonat mit Tante Anna klappt´s dann aber doch.

Morgen, Samstag, gleich in der Früh um 9, ist der nächste Termin. Ich erzähl´euch, wie´s war!

alles Liebe,
Andrea

Sonntag, 17. Februar 2013

Mia ist ihren Dippl/ Knubbel los ...

Seit Donnerstag in der Früh ist viel passiert:

Am gleichen Tag hat die kleine Maus ziemlich gespieben, das Flascherl hat sie gar nicht vertagen. Erst nach einer Soletti- und Tee-Kur ist endlich was im Magen geblieben. Dazu dann noch ein bisschen erhöhte Temperatur und ich hab schon unseren Samstags-Termin platzen gesehen.
Zum Glück ist das aber ziemlich schnell ausgestanden gewesen, schon am nächsten Tag war alles wieder OK.
Die Nacht auf heute war aber trotzdem alles andere als angenehm. Mia hat ziemlich genau gewusst, was auf sie zukommen würde. Sie hat uns immer wieder Stofftiere gebracht, die "einen Knubbel!" hatten. Wir haben dann Doktor sein und ihr wegmachen dürfen. Das Wissen hat sie aber auch stark verunsichert. Immerhin ist ihr Verhältnis zu Ärzten nicht das Beste ... Und so war die Nach dann auch ziemlich kurz: schon um 6 ist sie eingeschlafen. Mit mehreren Unterbrechungen haben wir's dann bis kurz nach 4 geschafft, um dreiviertel fünf war sie dann endgültig munter.
Das hat uns aber zumindest erspart, uns beeilen zu müssen ;)
Trotzdem waren wir dann ziemlich knapp dran.

Und trotzdem hat dann alles ziemlich lange gedauert.
Zuerst die Aufnahme. Wir haben gleich einmal ein Tageszimmer bekommen, sollten wir wirklich dort bleiben müssen hätten wir in ein Doppelzimmer umziehen können.
Dann die Einverständniserklärung für die Narkose. Mia bekommt Kälte-Pflaster dort, wo später der Zugang gelegt werden könnte - das gefällt der kleinen Prinzessin gar nicht. Überhaupt ist sie nicht sehr erfreut über unser Ausflugsziel und ist dementsprechend gereizt und weinerlich. Ich kann's nachvollziehen, wir wären auch gern wo anders ...
Mia bekommt ausserdem ein Spitalnachthemd. Das gibt ihr endgültig den Rest. Sie ist kaum mehr zu beruhigen.
Im "Vorzimmer" des OP bekommt sie dann eine Beruhigungsspritze in den Po. Das stellt sie zwar noch nicht ruhig, aber der Anästhesist kann ich zumindest einen Zugang legen, über den sie die Narkose bekommt. Innerhalb  von zwei Atemzügen ist sie weg.

Jetzt heisst es Warten. Nach etwas mehr als einer halben Stunde werden wir auch schon geholt. "Unser" Chirurg erklärt uns, was gemacht wurde: er hat nur den halben Lymphknoten entfernen können, weil der Abszess so geeitert hätte. Der Teil wurde in die Histologie eingeschickt, wir müssen warten, ob tuberkolose-ähnliche Bakterien schuld waren oder nicht. Sollte das der Fall sein, würde der Abszess wiederkommen und man müsste nocheinmal operieren. Von seiner Seite dürften wir jedenfalls nach Hause gehen. Sollte aus der Wunde zu viel Flüssigkeit austreten, sollten wir am nächsten Tag zu ihm kommen, ansonsten erst am Montag.
Mia schläft noch tief und fest. Und schläft. Und schläft. Und schläft. So lange, bis die Schwester nervös wird und den Anästhesisten holt. Der erklärt uns, dass das nur der Rest des Beruhigungsmittels wäre und sie auf's Zimmer dürfte. Am Weg dorthin wacht sie dann auf. Und ist gar nicht glücklich. Ziemlich desorientiert war sie ausserdem. Kaum am Zimmer wollte sie auch schon aus dem Bettchen raus (das muss übrigens noch von der letzten Jahrhundertwende übriggeblieben sein, so altmodisch, wie das ausgeschaut hat ...). Auf meinem Schoss hat sie's allerdings auch nicht lange ausgehalten, obwohl sie noch furchtbar wackelig auf den Beinen war.

Nach ca 2 einhalb Stunden und einem Mittagessen hat uns dann der Pfleger die gute Nachricht gebracht, dass wir wirklich heimgehen dürfen.
So glücklich war Mia selten in ihrem Autositz ;). Geschlafen hat sie dann auch noch fast eine Stunde, aber ihre Laune aht das nicht wirklich bessern können. Zu sehr ist ihr die Narkose noch in den Knochen gesteckt, hat das Riesen-Pflaster, das die halbe Gesichtshälfte bedeckt, gestört. Schon um halb 7 hat sie förmlich darum gebettelt, ins Bett gehen zu dürfen. Und nur mit viel Überreden hab ich sie dazu gebracht, sich noch "Lauras Stern" anzuschaun, damit sie wenigstens erst um 7 schlafen geht. Und auch Der Papa hat schon gleich auf der Couch eingeschlafen - Stressebewältigung funktioniert halt bei jedem anders.
Und das war auch ganz gut so, weil Mia heute schon um 4:15 munter war ...

Erleichterte Grüße,
Andrea

Donnerstag, 14. Februar 2013

Mia muss ins Spital - schon wieder ...

Und auch diesmal hat sie sich was nicht ganz Alltägliches eingefangen. Man sollte schön langsam meinen, sie würde seltene Krankheiten sammeln ... diesmal ist es eine atypisches Granulamatose, also "eine Entzündung, die durch das Auftreten kleiner, knötchenartiger Zellansammlungen (Granulome) aus Monozyten und Lymphozyten gekennzeichnet ist".

Vor etwas mehr als zwei Wochen ist dem Papa ein Dippl/ Knubbel am Kiefer aufgefallen. Natürlich am Samstag, wo auch der Kinderarzt Wochenende macht. Also haben wir die "Docs around the Clock" angerufen. Nur eine halbe Stunde später war der Arzt da. Der hat sie abgetastet, in den Mund und den Rachen geschaut und dann gemeint, es wäre ein entzündeter Lymphknoten. Und hat uns ein Antibiotikum (Augmentin-Saft) verschrieben, den Mia auch brav genommen hat. Und der Dippl/ Knubbel/ Lymphknoten ist brav abgeschwollen.

Am Dienstag war der Saft dann aufgebraucht und Oma und Opa sind mit der armen Maus zu unserem Kinderarzt gepilgert - große Panik bei ihr und eine weitere Flasche Saft. Den hat sie dann gar nicht mehr gerne geschluckt.
Eine Woche später war der Dippl/ Knubbel/ Lymphknoten dann fast weg und wir erleichtert. Aber nicht lange: schon zwei Tage später war die Schwellung wieder da und ich beim Kinderarzt. Das war vorgestern.
Der war dann schon ein wenig besorgter wegen dem Dippl/ Knubbel/ Lymphknoten und hat sich das Ding dann im Ultraschall genauer angeschaut. Und den Abszess entdeckt. Und mir erklärt, daß der unbedingt weg muss.
Und gleich einen Termin bei einem Kinderchirurgen ausgemacht. (Dafür bin ich ihm sehr dankbar, ich war so durch den Wind, daß ich das vermutlich selber nicht so schnell geschafft hätte ...!) - Für den nächsten Tag, 14 Uhr.

Gestern dann also der nächste Arztbesuch. Der Papa hat sich den Tag freigenommen. So konnte Mia im Auto gut ausschlafen und ich wurde von der Arbeit abgeholt.
Auch von diesem Onkel Doktor war Mia nicht begeistert: sie hat geschrieen, sobald wir in die Ordination gekommen sind.
Er war dann aber auch ziemlich flott, hat sie abgetastet und ziemlich rasch eine Diagnose gehabt: atypische Granulamatose ... der gesamte Abszess muss entfernt werden, und zwar bald.
Sollte es gelingen, das Ding in einem Stück zu entfernen, wird die Sache eine ambulante OP. Wenn der Abszess aus Versehen punktiert wird müssen wir stationär aufgenommen werden ..
Jetzt heißt's also hoffen.

Den Termin haben wir dann erst telefonisch erfahren: am Samstag um 7:30 solle wir im Sanatorium Döbling sein, um 9:00 ist die OP angesetzt ...
Ich bin einerseits erleichtert, dass es so schnell geht, aber mir liegt auch ein gewaltiger Stein im Magen ...

mulmige Grüße,
Andrea

Sonntag, 10. Februar 2013

Mia und der Tiergarten

Mittlerweile könnten wir beinahe schon unseren Zweitwohnsitz dort anmelden ;) ihr könntet uns jedenfalls jeden Sonntag dort treffen. Irgendwie hat es sich zu so einer Art "Tradition" entwickelt, egal bei welchem Wetter.

So auch heute. Auch wenn es - verglichen mit den letzten paar Tagen - kalt und vor allem sehr schneeig war und die Prinzessin es gar nicht leiden kann, wenn ihr die Schneeflocken ins Gesicht fallen und überhaupt mit diesem ganzen weissen Zeug zu ihren Füssen wenig anfangen kann. Trotzdem wollte sie gleich nach dem Eingang beim Tiroler Hof "runta" und zu Fuß gehen! Zwar durfte der Papa sie immer wieder tragen, trotzdem war sie ganz fleissig zu Fuß unterwegs :)

Nach den obligatorischen "Pommes mit Keptschap" sind wir dann ins Aquarienhaus geflitzt. Das hat sich im Nachhinein als logistischer Fehler herausgestellt: es ist einfach viel zu warm dort drinnen, so dick, wie wir alle eingepackt waren ... Für Mia war's natürlich toll. Diesmal hauptsächlich die Echsen, Schlangen und ganz besonders die Fledermäuse! Die kleine Maus ekelt sich zum Glück vor gar nix - warum auch, Mama und Papa tun's ja auch nicht ;)
So interessant war alles, dass wir uns bei Heimgehen richtig beeilen mussten, weil der Tiergarten gerade geschlossen wurde :)

Den Weg zum Auto ist Mia dann wieder selber gegangen. Und weil's im Schnee grade so schön war, sind wir noch kurz in den angrenzenden Maxing-Park gegangen. Dort hat dann ein Hügerl noch gelockt und so sind wir noch mit dem Sackerl ein paar Mal die Böschung runtergerodelt :)

Mit Einbruch der Finsternis ist meine kleine Eisprinzessin dann freiwillig ins Auto geklettert, hat sich widerspruchslos ausziehen und anschnallen lassen. Alles in allem ein wunderbarer Nachmittag. Ich bin richtig stolz auf mein grosses Mädchen :)

In der Zwischenzeit ist sie schon seit gut eineinhalb Stunden im Bett und schläft hoffentlich wieder so gut, wie letzte Woche nach ihrem Zoo-Besuch :)

Ich wü sch euch eine gute Nacht,
Andrea

Samstag, 26. Januar 2013

Mia mag die Mama nicht teilen

Ja, sie ist ganz schön eifersüchtig, die kleine Maus - ob ich ein anderes Kind auf den Schoss nehme oder mit Papa ein bisschen kuschle, Mia muss immer mit dabei sein und sich im besten Fall dazwischendrängen ...
Aber am meisten macht ihr wohl grade zu schaffen, dass ich wieder arbeiten gehe: Seit dem 10. Jänner bin ich halbtags wieder im Dienst. Und obwohl Mia eigentlich in dieser Zeit im Kindergarten ist, kriegt sie's trotzdem irgendwie mit.
Dabei fühle ich mich in meiner alten, neuen Arbeit sehr wohl. Es scheint mir fast, als wäre keine Zeit vergangen, ich hab nahtlos dort wieder angefangen, wo ich aufgehört habe. Besonders stressig kommt's mir grade auch nicht vor. Und trotzdem ist sie furchtbar anhänglich, etwas launisch und vor allem: sie schläft schlecht.
In den ersten paar Tagen ist sie schon aufgewacht, wenn wir schlafen gegangen sind und wollte mit ins "grosse Bett". Dort kuschelt sie sich dann ganz eng an mich in meine Arme. Wehe, ich versuche, mich in eine bequemere Position zu drehen und vielleicht sogar meinen Arm unter ihr wegzuziehen. Oft regt sie sich dann so auf, dass sie sich sogar zum Papa kuschelt (der sie üblicherweise nachts nicht mal anschau'n darf), nur um eine halbe Stunde später wieder bei mir aufzutauchen und ein Flascherl zu verlangen, von dem sie eh nur 2, 3 Schlucke trinkt ...
Klar, dass ich nicht besonders ausgeruht bin, am nächsten Morgen.

Inzwischen sind wir am Weg der Besserung - wenn auch nur geringfügig: sie schläft zumindest schon bis Mitternacht in ihrem eigenen Bett ... ;)
Naja, wie auch immer es weitergeht, ihr werdet es lesen können :D
lg, Andrea


Mittwoch, 9. Januar 2013

Mia wird 2 Jahre alt


Eigentlich ja erst morgen, aber ob ich nach meinem ersten Arbeitstag und dem Kindergeburtstag noch Zeit hab, zu bloggen, weiß ich beim besten Willen nicht. Also, los geht der Mia-Jahresrückblick ;)

Es ist ja auch wirklich viel passiert, dieses Jahr, Mia hat so viel gelernt und Papa und Mama natürlich auch :)
Schon vor ihrem ersten Geburtstag hat Mia angefangen zu laufen und sprechen, richtig perfektioniert hat sie's in ihrem 2. Jahr:
Gehen, Laufen, Hüpfen und Springen, Drehen und Tanzen das alles geht ihr so leicht von der Hand, nein von den Beinen, als hätte sie nie etwas anderes getan. Das merkt man natürlich auch an ihrer Figur, der Babyspeck is weg! Auch ihre Haare sind gewachsen, jetzt sieht sie wie ein richtiges Mädl aus, auch wenn sie nicht zuckerlrosa angezogen ist ;)

Auch geplaudert hat sie ja schon lange (besonders gerne hat sie ja Tierstimmen nachgemacht), aber im letzten Jahr hat sie so viel dazugelernt! Sie kann mittlerweile schon ganze Sätze bilden, und ab und zu funktioniert schon das richtige "Ich" und"Du". Gestern zum Beispiel sagt mein kleines Mäuschen zu mir: "Nein, Mama, ich mach das!" oder "Mama, ich aufsteh'n".

Das "Ich mach das!" ist übrigens ein grosses Thema bei uns. Schon seit ein paar Monaten, genauer gesagt, seit sie im Kindergarten/ in der Kinderstube ist.
Dort angemeldet hätt' ich sie ja beinahe zu spät, weil der Kindergarten ja halb-privat ist und man da die Kinder ja schon recht früh (oft schon gleich nach der Geburt oder noch früher). Wir waren "erst" kurz nach Mias erstem Geburtstag zum Vorstellen dort, aber wir hatten Glück: Mitte März hab ich erfahren, daß Mia ab 3. September in die Kinderstube gehen darf. Gerade rechtzeitig, weil ich ab 12. September arbeiten gehen sollte. Beim Elternabend im Juni erfahre ich, daß die Eingewöhnungszeit bis zu 8 Wochen dauern könnte. Zum Glück ist mein Chef sehr verständnisvoll und so darf ich bis zum 2. Geburtstag (also bis morgen) zu Hause bleiben - daß uns das noch Probleme machen wird, wusste ich ja noch nicht ...
Die Eingewöhnung in den Kindergang ist dann wirklich nicht besonders lustig gewesen, das könnt ihr hierhierhier und hier nachlesen. Erst nach der 3. Woche hatten wir den Durchbruch - gottseidank! Seither geht sie zwar nicht begeistert, aber recht brav in den Kindergarten.

Ende April dann das nächste große Ereignis: Mia wird getauft. Dabei hatten wir das ursprünglich gar nicht vor. Aber es war eine gute Entscheidung :)

Das vergangene Jahr war auch das Jahr der Ausflüge. Mia ist ja schon recht gut zu Fuß und das macht die Sache natürlich viel einfacher. Gerade in den paar besonders heißen Sommerwochen haben wir uns oft in den Wald oder - was der kleinen Maus noch viel mehr Spaß gemacht hat - ans Wasser gefahren. Besonders lustig war's bei den Myra-Fällen. Den halben Kilometer bis zum Stausee ist die tüchtige Maus selber gegangen. Auch die hohen Steinstufen haben sie nicht aufhalten können, auch wenn die Mama ein bisschen helfen mußte. Der Stausee war dann ein bisschen zu groß für sie, aber der kleine Teich daneben hatte genau die richtige Tiefe, um dort stundenlang zu spielen. Den Abstieg zum Auto hat sie dann im Kuscheltuch "gemeistert".

Aber nicht alles war so lustig: Ende Juli "darf" ich mir Mia zwei Tage und zwei Nächte im Spital verbringen. Mia ist total unbegeistert, die beiden Tage sind für uns beide die längsten, die wir miteinander hatten.

Diese zwei Tage und Nächte haben uns vermutlich auch Ende September unser Wochenende in der Therme Stegersbach so schwer gemacht. Dabei ist sie eigentlich eine richtige Wasserratte, aber das Übernachten hat ihr schwer zu schaffen gemacht.
Ihre Ängstlichkeit hat uns so zu denken gegeben, daß wir der kleine Maus einen Termin bei der Kinderpsychologin "verpasst" haben. Die hat uns Mut gemacht, daß es halt Kinder gibt, die ängstlicher sind, und andere, die mutiger sind. Wir sollten halt "üben" (sie also immer wieder -alle paar Wochen mal - in eine ihr unangenehme Situation bringen. Mit vorheriger Ankündigung und Nachbesprechung) und ihr Zeit geben. Und tatsächlich scheint das ein wenig zu helfen - sie wird wohl nie eine Draufgängerin werden, aber es ist mir gar nicht so unrecht, daß sie zum Beispiel gehörigen Respekt vor Autos oder Hunden hat ...

Das Jahresende war dann ein bißchen stressig: Papa wollte unbedingt noch vor Weihnachten die Küche umbauen, hier gibt's ein Foto von der vollendeten Küche. Sie war tatsächlich genau am Tag vor Weihnachten fertig :) Zwischen Weihnachten und Sylvester hat sie dann noch schnell eine Magen-Darm-G'schichte aufgeklaubt, aber schon nach ein paar Tagen war sie wieder die Alte, gerade rechtzeitig, um wieder in den Kindergarten zu gehen und morgen mit ihren Freunden Geburtstag zu feiern.


Alles in Allem war es ein schönes, turbulentes, schönes, anstrengendes, schönes, nerviges, schönes und sehr schönes Jahr.
Auf ein Neues!
Andrea

Dienstag, 1. Januar 2013

Mia hat einen starken Willen - oder: der Zwergenaufstand geht in die zweite Runde ...

Ein starker Wille ist ja eigentlich was Gutes. "Eigentlich" deshalb, weil das auch ganz schnell ganz schön unbequem werden kann. Besonders, wenn zwei solcher Sturköpfe aufeinander treffen.

Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung. Meinen eigenen Sturkopf hab ich von meiner Mutti geerbt - das hat uns beiden schon ziemlich zu schaffen gemacht. Und genau diesen "starken Willen" hab ich Mia weitergegeben.
Aber auch der Papa ist ein Sturschädl und hat da auch ein ganzes Stück weitergegeben.

Das Ergebnis ist ein kleines, ziemlich charmantes, aber auch energisches Energiebündel, das nicht nur genau weiss, wie sie ihre Eltern um den kleinen Finger wickeln kann, sondern auch immer wieder versucht, mit ihrem kleinen Kopf durch die Wand zu gehen. Nicht immer können wir ihr erlauben, diese Wand auch wirklich einzureissen. Dann gibt´s ab und zu ein bissl Stress bei uns zuhause.

Wenn dann noch ein Entwicklungsschub dazukommt wird´s allerdings unschön. Gerade heute waren wir wieder so weit.
Wenn die Maus Fieber hat scheint es uns immer, als würden ihre Gehirnzellen gleich nochmal so schnell arbeiten. So auch diesesmal. Mia sagt auf einmal "Du" und "Ich" im richtigen Zusammenhang. Sie wird also ein richtiges, eigenständiges Persönchen. Das macht ihr nicht immer nur Spaß, sondern sicher immer wieder auch ganz schön Angst. Deshalb ist sie in letzter Zeit extrem angänglich gewesen (sicher auch, weil sie ja krank war).

Und deshalb hatten wir in den letzten 24 Stunden gleich zwei "Vorfälle" - beide wegen Kleinigkeiten, die sie zwar sonst auch nicht gerne macht (Hosen anziehen, im Autositz sitzen), aber normalerweise gibt das keinen solchen Aufstand wie heute.
Einen richtigen Wutanfall hat mein kleines Energiebündel bekommen. Das volle Programm: Schreien, nein eigentlich Brüllen, Durchstrecken, Um-Sich-Schlagen. So heftig, dass wir schon ein bisschen ans Auf- bzw. Nachgeben gedacht haben.
Zum Glück haben wir durchgehalten. Haben ihr ruhig, aber bestimmt erklärt, dass Papa und Mama manche Sachen besser wissen, als sie und, daß sie sich fügen muss. Sie hat gekämpft wie eine Löwin (eigentlich sollten wir stolz sein, so ein starkes Kind zu haben ...) - über 40 Minuten lang hat sie immer wieder versucht, aus dem Gurt zu schlüpfen. Dann endlich ist sie ruhiger geworden und ist eingeschlafen. 
Nach dem Aufwachen wollte sie dann erst einmal gar nicht aus dem Auto raus - ich vermute mal, sie wollte selber bestimmen, wann sie genug davon hat - und, nachdem wir endlich draussen waren, wollte sie dann lieber vor der Wohnung spielen, als drinnen.

Ansonsten ist sie seither ein kleiner Engel: nicht nur, daß sie nicht weint und schreit, wie in den vergangenen Tagen, sie hört auf das, worum wir sie bitten, spielt brav - auch alleine - und ist freiwillig schlafen gegangen (und ihr wisst ja, wie ungern sie das tut!). Es ist fast unheimlich, aber wir geniessen´s, solange es dauert :)
Fast kommt´s uns so vor, als würde sie dieses In-Die-Schranken-Weisen brauchen, damit sie sich sicher und wohl fühlt. Ich wünschte nur, das würde nicht in solchen (für beide Seiten) anstrengenden Wutanfällen enden. Immerhin hab ich die Hoffnung, daß sie irgendwann (hoffentlich bald) lernt, mit ihrer Wut  vernünftig umzugehen ...

Andrea