Donnerstag, 15. November 2012

Mia´s erstes Laternderl-Fest

Heute war es endlich soweit: heute war Laternderl-Fest!

Schon seit mehreren Wochen basteln die Kinder und ihre "Tanten" an ihren Laternen, immer streng gehütet vor den Blicken der Eltern :)
Ab und zu hat die kleine Prinzessin schon erzählt, dass sie gebastelt hat oder die Gruppe ein Lied geübt hat, das sie uns am Laternderl-Fest vortragen wollten, aber nix Genaues war rauszubringen :)

Vor ein paar Tagen dann der "offizielle Aushang": am 15. November 2012 findet unser Laternderl-Fest statt. Die Kinder werden und kurz nach 16 Uhr eine kleine Vorstellung geben, heisst es. Danach werden die (selbst-) gebastelten Laternen um den Block getragen, danach gibt´s noch Kekse und Kinderpunsch.

Gestern dann ist mir der erste Blick auf die kleinen Kunstwerke gelungen: herzige Schwammerl mit Gesichtchen, die aus dem Waldboden spriessen und Platz für eine echte Kerze haben!



Heute dann endlich der grosse Tag: alle Omas und Opas, die Tante Karin und Mia´s beiden beste Freunde sind gekommen. Um 16 Uhr treffen wir uns alle im Kindergarten - der Papa schafft´s leider nicht ganz rechtzeitig, der Weg von der Arbeit nach Hause ist einfach zu lang. Auch Kitty-Oma und -Opa sind noch nicht da.
Und Mia? Die hat erst einmal gar keine Lust, schon wieder in den Kindergarten zu gehen, in dem sie heute ja eh schon den ganzen Vormittag samt Mittagessen und -schlaferl verbracht hat. Aber nachdem ich ihr erklärt habe, dass wir alle mitkommen und sie nicht alleine sein wird, geht´s dann doch.
Auf einmal ist richtig was los im Kindergarten. Jedes Kind hat seine Eltern und oft auch Grosseltern, sonstige Verwandtschaft und auch Freunde mitgebracht - die Garderobe platzt aus allen Nähten. Mia passt das gar nicht, hält sich aber an die Kindergarten-Geh-Regeln: Schuhe, Jacke, Weste ausziehen, Hausschuhe anziehen, Schnuller bei K. abgeben.
Zu meiner riesengrossen Verwunderung lässt sie sich widerspruchslos von K. mitnehmen und setzt sich mit den anderen Kindern in einen kleinen Kreis in der Mitte des Gruppenraumes, wo schon die Laternen stehen.
K. geht herum und entzüdet alle Kerzen in den Laternen, dann wird das Licht ausgemacht, nur die Laternderl geben noch Licht.
Dann fangen die Betreuerinen an zu singen, die Kleinen singen und bewegen sich dazu. Zuerst "meine Hände sind verschwunden", dann wird das Licht wieder aufgedreht und jetzt kommt noch "auf der Donau bin ich gefahren", bei dem sich am Schluss jeder Strophe ein Kind in den Kreis stellen und sich drehen darf.



Alle Kinder machen ganz brav mit, trotz Riesenpublikum, trotz der ungewohnten Situation, dass die Eltern zwar da sind, aber nicht gleich unmittelbar daneben. Wir sind alle stolz auf unsere Kleinen und belohnen sie mit beinahe donnerndem Applaus. Was die Zwerge sichtlich geniessen :)

Danach könnten wir eigentlich heimgehen, wenn es nach Mia ginge. Aber jetzt geht´s erst richtig los!
Alle Kinder und Erwachsenen müssen erst einmal angezogen werden, danach strömen unsere Kleinen schon mal nach Draussen, um den Rest der Verwandtschaft zu suchen. Jetzt finden wir endlich auf den Papa und die Kitty-Grosseltern.



Die Kinder aus dem "grossen" Kindergarten kommen in geordneten Zweierreihe singend aus dem Gebäude und beginnen den Zug um unseren Block, unsere Zwerge und Schnecken in ungeordnetem Haufen hinterher.
Jetzt hat Mia aber wirklich genug! Sie will nach "HAUSE!" Da nutzt es auch nix, wenn ihre Lieblingsfreundin vom 6. Stock auch da ist und ihr Freund aus der 8. Stiege extra gekommen ist. Sie will nur nach "HAUSE!"




Schliesslich nimmt ihre besten Kindergarten-Freundin sie an die Hand. Mia ist einigermaßen getröstet und geht wieder ein Stück mit. Schlussendlich muss ich sie aber doch tragen ...








Am Platz vor unserem Haus gibt´s noch eine Vorführung der grossen Kinder und anschliessend die versprochenen Kekse, bzw Kipferl.

Jetzt gehen auch schon viele Eltern nach Hause, die nicht in unmittelbarer Nähe wohnen oder ihre kleinen Geschwisterkinder mitgenommen haten.
Mia ist as nur recht - sie bekommt von K. ein Kipferl und ist jetzt eigentlich recht zufrieden :)
Von ihrer Kindergarten-Freundin bekommt sie sogar bunte Popcorn geschenkt! So lasst sich's ja aushalten.

Langsam wird es jetzt aber auch wirklich Zeit, nach Hause zu gehen, wir verabschieden uns von den "Tanten" und den Freunden und eigentlich ist die kleine Maus recht froh, endlich Heim zu kommen :)

Alles in Allem: schön war's!
















Dienstag, 6. November 2012

Mia wird so schnell groß...

Sogar mir fällt momentan auf, wie schnell sie sich verändert, obwohl ich sie ja ständig sehe :)

Mein kleines Plappermäulchen erklärt uns ja schon lange die Welt, aber in letzter Zeit werden ihre Sätze komplexer und sie zieht immer wieder erstaunliche Schlussfolgerungen. Wie groß ihr Wortschatz ist kann ich nicht mal abschätzen, sie lernt jeden Tag so viele neue Wörer, dass ich mit Zählen nicht nachkomme. 
Vor ein paar Tagen hat sie zuerst mich und ein paar Tage später dann uns beide damit überrascht, indem sie ganz alleine von 1 bis 10 gezählt hat. Und nicht nur das, sie versteht auch, was sie da tut - so sagt sie mir zB dass sie lieber 2 als nur einen Schnuller möchte, oder zeigt mir "twei Vögel" - viel weiter als bis drei versteht sie die Zahlen aber wohl nicht.
Leider ist es schwer, genau das zu demonstrieren, denn sie spricht nur sehr wenig in Gesellschaft von Unbekannten - am ehesten sind ihr die Worte "Hause" und "Mama" zu entlocken. Auch im Kindergarten sagt sie so gut wie kein Wort. K. hat mir letztens (auf meine Nachfrage) erzählt, dass sie nur dann ein bisschen redet, wenn sie im Waschraum gewickelt wird und mit einer ihrer "Tanten" alleine ist.
Aber erst einmal zuhause in Sicherheit erzählt sie mir und ihrem Papa dann, was den Tag über so im Kindergarten passiert ist:
"J. weint - Mia tröstet" - das kleine Mädl hat im Kindergarten immer wieder geweint, weil sie nach Hause wollte ... ob Mia sie wirklich getröstet hat lässt sich nicht nachvollziehen ;)
"K. schimpft! Suppe wegnommen. Schlafen!" - da hat sie vermutlich so lange beim Essen getrödelt, dass K. wohl das Essen weggeräumt hat, weil Schlafenszeit war ...
"Phia sessen! Phia lieb - drücken!" - am Spielplatz, wo wir eine Woche zuvor gemeinsam mit Phia die eine oder andere Runde auf dem Karussell gedreht haben
"Kind weint - aua hat. Bussi drauf!" 
"Mama/ Papa auftehen! Munter - JA! Los, auftehen! Unterhose, Socken - da! Antsiehen!" - so oder so ähnlich werden wir seit ein paar Tagen geweckt :D zum Schießen, wenn´s nicht grad sechs Uhr - also noch mitten in der Nacht - wäre ...

Ganz besonders süß ist sie, wenn sie anfängt zu singen. Sie kann schon jede Menge Kinderlieder auswendig und alleine singen, ihr Liebling zur Zeit ist "Aramsamsam" mit der dazugehörigen Performance, aber auch "meine Hände sind verschwunden" singt sie gerne.

Auch sonst tut sich viel:
Sie geht wie eine Grosse: die Hände braucht sie nicht zum Ausbalancieren, sondern stecken in den Jackentaschen. Und wenn sie mal übermütig ist, gallopiert sie wie ein Pferdchen oder hüft vor sich hin :)
Ganz gerne baut sie auch richtig hohe Türme - nur um sie ganz schnell umzuschmeissen, sobald sie fertig sind :)

Am Auffälligsten ist aber, dass sie (vor allem seit sie in die Krippe geht) vieles "selba" machen möchte. Eines ihrer liebsten Spiele ist Mama-/ Papa-Imitieren. 
Dazu braucht man eigentlich nicht viel - nur das Gerät, das Mama oder Papa grade in der Hand halten und schon kann´s losgehen! Dabei ist es ganz egal, ob gerade gekocht, staubgesaugt oder mit den Versuch, sich selbst aus- oder anzuziehen. Beim Ausziehen klappt das schon ganz gut (nur Leiberl oder Pullis sind noch zu kompliziert)! Vor ihr ist kein Schuh, keine Socken oder Hose sicher, alles muss runter :)
Das Anziehen ist allerdings gar nicht so einfach, wie das bei den Erwachsenen ausschaut - da muss man richtig gut zielen und dann noch an den richtigen Stellen anziehen, aber bei der Hose und den Schuhen klappt das schon ganz wunderbar :)
"Selba" schlafen und vor allem Duchschlafen ist aber immer noch nicht drin - aber dazu komme ich ein anderes Mal.

Eine besonders tolle Neuigkeit gibt es auch: Mia benutzt immer öfter ihr Topferl oder die Toilette. Nicht immer muss dabei die Hose runter und selbst wenn, heisst das noch lange nicht, dass sich dann auch wirklich was tut. Aber das kann jetzt wirklich nicht mehr lang dauern :)

Und schön langsam versucht sie sich an "ich" und "du". Das führt natürlich immer wieder zu recht lustigen Situationen. 
Mein/e/s funktioniert mittlerweile schon ganz gut, zB "meine Stofftiere", "mein Sessel" oder einfach ganz allgemein "Meines!" Ganz witzig wird´s wenn wir uns um den Schnuller "streiten":
Mama: Da ist ja mein Schnuller!
Mia: nein, mein Nuller!
Mama: ja, stimmt, ist ja dein Schnuller :)
Mia: ja, mein Nuller!!

Auch ihr Charakter wird immer deutlicher sichtbar :)
Im Großen und Ganzen ist sie ein sehr liebes, braves Mädchen, das nur wenig richtig schlimmen Unsinn anstellt, aber mit Allem recht geschickt ist: ob es jetzt das Brotmesser, das iPad, der Staubsauger oder der Schraubenzieher ist, sie weiß innerhalb kürzester Zeit, wie das Ding zu bedienen ist :)
Dabei hat's die kleine Maus faustdick hinter den kleinen Ohren! Sie weiß auch ganz genau, was erlaubt und was verboten ist und probiert immer wieder, ob Mama und Papa auch konsequent sind - oft mit einem so herzig-schelmischen Grinser im Gesicht, dass man sich Mühe geben muss, nicht nachzugeben ...
Ganz deutlich wird jetzt auch, dass sie ein sehr vorsichtiges (man könnte auch sagen schüchternes) Kind ist. Fremden Erwachsenen gegenüber ist sie stumm, angetapscht werden mag sie gar nicht, da kann's schon mal vorkommen, dass sie die Sirene einschaltet. Aber das kann ich gut verstehen, ich würd's auch nicht wollen! Aber auch fremde Kinder werden erst einmal aus der Ferne betrachtet. Überhaupt ist Zuschauen eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen :) Aber natürlich gibt es Ausnahmen: manche Kinder mag sie einfach, auch wenn sie sie noch nie gesehen hat ...

Mal schau'n, wie's weitergeht mit der kleinen Laus :)

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Mia probt den Zwergenaufstand

Ja, seit ein paar Tagen testet die kleine Maus ihre - und meine - Grenzen. Egal, was Mama sagt, Mia sagt sofort das Gegenteil:
Mama: "Mia, bitte wirf das nicht runter!"
Mia: *schaut Mama lieb an und wirft´s dann provokant runter* "hoppala!"
Mama: "Mia, das musst du jetzt aber wieder aufheben!"
Mia: "Nein!"
Mama: "Mia, bitte heb das wieder auf!"
Mia: "Nein!"
Mama: *bettelt weiter, dann:* "Mia, bevor du das nicht aufgehoben hast, spielen wir nicht."
Mia *jammert, weint, schreit, brüllt; hebt´s dann aber auf, wenn auch unter Tränen*

Mama: "Mia, bitte stell dein Glas zurück auf den Tisch, wenn du fertig getrunken hast."
Mia: *schaut Mama lieb an und leert das Glas demonstrativ aus* "hups!"

Mama: "Mia, komm, wir gehen Mittagsschlafi machen!"
Mia: *fängt lauthals an zu schreien* "NEIN!" (es folgt ein erbitterter Kampf mit dem Sandmännchen, der beinahe so lange dauert, wie der Mittagsschlaf selber ...)

Mama: "Mia, kommst mit, wir gehen baden?"
Mia: *fängt lauthals an zu schreien* "NEIN!" (es folgt ein Bitten und Betteln meinerseits, schlussendlich stelle ich sie mit Leiberl in die Badewanne; kurz darauf - das Leiberl ist endlich ausgezogen - hat sie richtig Spass daran)

Mama: "Mia, es ist Zeit, ins Bett zu gehen. Komm, wir gehen schlafen!"
Mia: *fängt an zu brüllen* "NEIN!" *lässt sich dann aber mit ein paar Tricks in ihr Zimmer locken und ins Bettchen bringen; nach dem Flascherl will sie aber unbedingt wieder aufstehen, schreit und brüllt, dass es im ganzen Haus zu hören sein muss; beruhigt sich dann aber, kuschelt noch ein bisschen und schläft dann friedlich ein ...*

Und das sind nur unsere allergrößten Streitpunkte. Es scheint grad echt interessant zu sein, Mama beim explodieren zuzusehen. Genau darauf läufts nämlich hinaus: wir teilen uns nämlich das selbe, sagen wir mal, überschäumende Temperament.
Und da kanns grad in den letzten Tagen leider auch mal passieren, dass mir der Kragen endgültig platzt und ich mein armes, kleines Kind anbrülle :( und mich noch währenddessen dafür selber nicht mehr leiden kann :(

Aber was ist die Lösung?
Ein bisschen hilft es mir ja schon, das alles niederzuschreiben.
Hilfe von Aussen - nämlich von den Grosseltern - ist eine andere Sache. Der Kindergarten macht das aber grade im Moment ein bisschen schwierig, weil sie ziemlich anhänglich ist und nur selten - und dann nur kurz - wo anders bleibt.
Und dann hab ich heut´einen Einfall gehabt: ich werd´das nächste Mal woanders hingehen zum Schreien. Dann lass ich meinen Ärger raus, aber nicht an meinem Zwergerl. Vielleicht hilft das auch ...
Ich werd´s euch wissen lassen ;)
Andrea

Freitag, 12. Oktober 2012

Mia geht in den Kindergarten - oder "der Durchbruch"

Jetzt ist es also soweit: Mia geht in den Kindergarten - ich würd nicht soweit gehen zu sagen, dass sie  gerne geht, aber sie geht ohne Weinen, hat dort ihren Spass und freut sich, wenn sie abgeholt wird.

Ja, jetzt werdet ihr euch wundern, wie das passieren konnte, wo sie doch immer sooooo ein Theater gemacht hat! Also fangen wir von vorne an:
Die 4. Kindergartenwoche hat sich nicht von den vorangegangenen 3 unterschieden: heftiges Weinen beim Hinbringen, schlechtes Gewissen beim Dortlassen, erleichtertes Weinen beim Abholen, Mama nicht aus den Augen lassen, immer wieder betonen, dass Kindergarten doof is und wir lieber "Hause" bleiben, in der Nacht schlecht schlafen.
Wenn sich da nicht bald was ändert, müssen wir uns was überlegen ...

Die gesamte 5. Woche war die kleine Maus dann krank, zum Teil mit heftigem Fieber in den Nacht, untertags dann mit schlimmem Schnupfen und Husten. Also durfte sie zuhause bleiben.
Und mal ein bisschen Abstand gewinnen. Wieder ein bisschen sicherer werden.
So hab ich auch Zeit gehabt, mir über Alternativen Gedanken zu machen - zB eine Tagesmutter. Tatsächlich hätten wir 2 in der näheren Umgebung, die auch noch einen Platz frei hätten. Die schaun wir uns nächste Woche mal an!

Diesen Montag geht es der Mietzekatze dann wieder so gut, dass wieder Kindergarten angesagt ist. Ein bisschen fürcht ich mich ja schon vor ihrer Reaktion, aber jetzt weiss ich ja, dass ich eine - nein, sogar zwei Alternativen hab. Also kann ichs ein bisschen gelassener sehen :)

Im Kindergarten finden wir dann einen Aushang: "wir haben die Feuchtblattern!" 

Macht nix, Mia ist geimpft (weil sie als Neurodermitiskind das nicht unbedingt bekommen sollte), da kann nix passieren. 

Beim Abholen ist Mia wie ausgewechselt: sie hat Zopferl bekommen, keine Träne vergossen, ganz im Gegenteil: sie hat richtig Spaß gehabt! 
Am Dienstag soll sie mal länger bleiben, also schon zum Frühstückkommen und erst vorm Mittagessen wieder abgeholt werden. Und es klappt!

In der Früh jammert sie zwar ab und zu ein bisschen, aber ich hab manchmal das Gefühl, dass ich ihr nicht schnell genug bin :) Sie freut sich schon, dass K. mit ihr singen wird und dass sie von M. wieder ihre Zopferl bekommt :)
Wenn wir am Nachmittag unterwegs sind klebt sie nicht mehr wie eine kleine Klette auf mir, aus lauter Angst, ich würde gleich wieder verschwinden und sie alleine lassen, sondern läuft mit ihrer Freundin alleine über die Wiese!
Auch das Einschlafen am Abend klappt wieder: sie kuschelt zwar mit meiner Hand, aber wenn sie bereit ist, einzuschlafen, gibt sie sie mir wieder, dreht sich auf die Seite und ist innerhalb weniger Minuten im Träumeland :)

Wie´s ausschaut, hat ihr das recht gut getan, dass durch die Feuchtblattern weniger Kinder in der Gruppe waren und die Erzieherinnen dadurch mehr Zeit für Mia hatten.

Es tut richtig gut, meine kleine Hexe wieder so lustig zu erleben :)

Sonntag, 23. September 2012

Mia fängt im Kindergarten an - die 3. Woche

Es wird nicht besser - soviel gleich vorweg ...

Die ersten beiden Tage musste unsere Maus gleich mal zuhause verbringen, sie hat sich nämlich arg verkühlt gehabt bei unserem Thermenbesuch am Sonntag - mit Fieber und starkem Schnupfen.
Das hat dem Fortschritt nicht besonders gut getan.

Am Mittwoch war sie dann wieder für eine Stunde im Kindergarten und es ist richtig gut gelaufen! Ich hab mich riesig gefreut, als mir K. erzählt hat, dass sie gar nicht geweint hat, sondern fast sowas wie Spass gehabt hat :) Am Donnerstag sollte ich sie schon fürs Frühstück dalassen, also ganze 2 Stunden ...

Mia war vom Aufwachen an gut gelaunt :) sie hat ihren Bagger gepackt und "K. zeigen!" gerufen. Ich war erleichtert.
Das hat nur leider nicht sonderlich lang angehalten. Schon beim Frühstück hat das Wort "Kindergarten" ausgereicht, um heftige Jammer-Tiraden auszulösen. Beim Anziehen hat sie dann schon geweint, aber immerhin ist sie ein kleines Stückerl selber Richtung Kindergarten gegangen.
Einmal dort war das Drama dann schon vorprogrammiert: beide Betreuerinnen der Zwergerlgruppe sind nicht da - wir müssen die Prinzessin in der Nachbargruppe "abgeben". Sie hat J. noch nie gesehen, lässt sich zwar nehmen, weint aber ziemlich heftig :(
Die beiden Stunden vergehen zum Glück recht schnell ... Beim Abholen ist meine Kleine tränenüberströmt, K. erzählt mir, sie hätte viel geweint.
In der Garderobe erzählt mir dann eine andere Mama, ihr Sohn, ein weiteres Mädl und Mia hätten während des Frühstücks im Winkerl sitzen müssen! Ich bin so beschäftigt mit meinem weinenden Kind, dass ich erst viel später realisier, was ich da eigentlich grade gehört hab.
Zuhause beschliesse ich, dass ich K. morgen drauf ansprechen muss.
Das Schlafengehen, das in dieser Woche eigentlich ganz gut funktioniert hat, ist heute eine mittlere Katastrophe: über eine Stunde braucht sie, um richtig fest einzuschlafen, meinen Kopf wie ein Kuscheltier fest unterm Arm :(

Freitag - Mia will alles, nur nicht in den Kindergarten, ich habs befürchtet ... Vom Aufstehen bis zum Abgeben ein einziger K(r)ampf, am Liebsten möcht ichs hinschmeissen und sie daheim lassen (aber das ist halt auch keine Lösung).
Zu meiner Überraschung lässt sie sich von K. widerspruchslos auf den Arm nehmen und beruhigt sich fast sofort! Ich kann mit ihr in Ruhe über den Vorfall gestern reden:
Mia und die beiden anderen Kinder hätten nichts mehr essen wollen, stattdessen heftig geweint. Sie sollten in die Kuschelecke spielen gehen, um die anderen Kinder nicht "anzustecken" ... K. stimmt mir aber zu, dass das nicht unbedingt die geeignete Methode ist, die Mietzekatze wieder zu beruhigen - das nächste Mal wird anders laufen, eine der beiden Betreuerinnen wird sie trösten, anstatt sie wegzuschicken. (Nur so am Rande: wir sind absolute Gegner des sog. stillen Stuhls - das ist in unseren Augen kontraproduktiv...)
Die Stunde ist schnell vorbei (wir basteln am neuen Boden am unteren Balkon). Mia ist es zum Glück recht gut gegangen! Sie hat zwar ein bisschen geweint, aber als ich sie abhole sitzt sie grade bei einer Erzieherin am Schoss und schaut ein Buch an :)

Ein kleiner Silberstreif am Horizont :)
Andrea

Montag, 17. September 2012

Mia gibt bei uns den Ton an :)

So könnte man unseren "Erziehungsstil" in wenige Worte fassen.

Wir sind eben der Meinung, dass unsere kleine Prinzessin viel besser weiß,
ob sie im Kinderwagen oder im Tragtuch glücklicher ist (ja, sie ist immer noch ein Tragebaby, auch wenn sie zwischendurch ganz gern mal ihre Kutsche oder den Ferrari benutzt)
wann sie Hunger hat (statt sie zu fixen Zeiten zu füttern, wie manche Bücher vorschlagen),
wann der Zeitpunkt für den ersten Schluck Wasser gekommen ist (auch wenn unser Kinderarzt gemeint hat, im ersten Lebenshalbjahr bräuchten die Zwerge nichts zusätzlich zu Trinken),
wann sie genug Interesse an festem Essen hat, um es selber mal zu kosten und wieviel sie davon essen möchte (auch, wenn es nicht genug ist, eine Flascherl-Mahlzeit zu ersetzen - meist wurde uns geraten zu warten, bis sie eine ganze Mahlzeit mit "Beikost" ersetzen kann),
wann der Zeitpunkt für die ersten Schritte gekommen ist (da war sie erst 7 Monate alt und angeblich viel zu jung),
wann sie alleine einschlafen möchte (bisher noch nicht...) und ab wann sie in ihrem eigenen Bettchen bleiben will, statt zu Mama und Papa zu wechseln (das war bis zum Kindergarten-Start sogar recht häufig der Fall!).

Oft hab ich mir von Bekannten anhören müssen, wir würden unsere Kleine verwöhnen. Wir sehn das natürlich anders ;) Und wir sind mit dieser Meinung nicht alleine: wie ich unlängst erfahren hab gibt es sogar einen Namen dafür: attachment parenting, bzw bindungsorientierte Elternschaft.

Dass der Name englisch ist, kommt nicht von ungefähr - die Theorie dazu kommt aus Amerika, wo sie ein Kinderarzt namens William Sears aufgestellt hat.

Das soll aber nicht heißen, dass Mia nicht erzogen wird, sondern, dass sie eben anderes erzogen wird. Uns ist durchaus bewusst, dass sie einen Rahmen aus Regeln braucht, in dem sie sich bewegen kann und an dem sie auch mal anecken darf. Unser Rahmen ist halt einfach ein bisschen weiter gesteckt als bei anderen.
Trotzdem würde ich meine kleine Prinzessin als recht gut erzogen betrachten:
Sie kann "Bitte" und "Danke" sagen - und tut das auch!
Sie weiß, dass Mist nicht auf den Boden, sondern in den Mistkübel gehört und wirft sogar den Müll fremder Menschen weg :)
Sie weiß, das sie weder treten, noch schlagen darf und hält sich daran ( es sei denn, die große Liebe schießt unvermittelt ein und sie weiß nicht, wohin damit, dann kann "ei-ei" auch mal zur "Watsch'n" werden ...).
Sie nimmt Rücksicht auf andere Kinder, zerstört nicht mutwillig unser Mobiliar und wenn man ihr erklärt, warum wir's nicht gerne sehen wenn sie zB auf ihrem Kindersitz steht, tut sie (meist!), was man von ihr verlangt.

Klar gibt's Dinge, die nicht so funktionieren, wie es die Grossen machen und es gibt oft genug Konflikte, aber sie ist ja noch nicht mal 2 Jahre alt!
Wir versuchen einfach weiter, ein gutes Vorbild zu sein, das scheint ganz gut zu klappen...

Ich halt' euch auf dem Laufenden :)
Bis zum nächsten Mal,
Andrea

Samstag, 15. September 2012

Mia fängt im Kindergarten an - die zweite Woche

 Ich kann euch sagen, es war eine anstrengende Woche! Es wird zwar langsam aber sicher besser, anstrengend ist es trotzdem ...

Schon die Nacht von Sonntag auf Montag war richtig mühsam: Mia hat schlimme Alpträume gehabt, war ca alle eineinhalb Stunden munter. Um 5 Uhr hab ich sie dann in unser Bett rübergeholt, viel besser geworden ist die Situation dadurch aber auch nicht: sie hat nur auf meinem Bauch geschlafen :(
In der Früh war unsere kleine Maus richtig grantig, hat immer wieder gejammert und geweint. Ganz schlimm ist es geworden, als wir ins für den Kindergarten fertig gemacht haben. Und noch schlimmer war es, sobald sie den Kindergarten gesehen hat - sie hat sich festgeklammert und geweint :(
Es war richtig schlimm, aber nicht so schlimm wie letzte Woche - ich hab also Hoffnung!
Nach einer Stunde hol ich sie wieder ab, sie bemerkt mich gar nicht gleich, so vertieft ist sie ins Puzzle :)
Nach dem obligatorischen Spielplatzbesuch und unserem Mittagessen verschwindet Mia im Träumeland und bleibt dort für geschlagene 3 Stunden!

Der Dienstag läuft wieder ähnlich: Mia schläft zwar in unserem Bett, aber trotzdem sehr unruhig. Sobald das Wort "Kindergarten" fällt wird sie total anhänglich und weinerlich und ruft "Mamimami!". Na, das fängt ja gut an!
Sie erfindet sogar Ausreden, warum sie nicht in den Kindergarten gehen kann:
- sie muss mit Papa arbeiten gehen
- Kitty ist nass und kann deshalb nicht mit (sie hat sie absichtlich in die Badewanne geworfen ...)
- Schlappi mag auch nicht
- sie ist müde und muss schlafen (sie legt sich sogar freiwillig in ihr Bett!)
- sie ist in ihrem Wäschekorb eingesperrt und kann gar nicht mit (wir haben Wäsche gewaschen und ihre rote Wäschetonne vom IKEA ist perfekt zum Spielen)
Sobald's ans Anziehen geht quengelt sie nur nocht, der Anblick der "Tante" ruft beinahe Weinkrämpfe hervor, aber ......... sie streckt die Arme nach ihr aus und lässt sich widerstandslos nehmen und trösten! Das macht's mir leichter, mich für die eine Stunde vom Kindergarten loszureissen um daheim das Mittagessen vorzubereiten :)
Als ich sie eine Stunde später abholen komm' sitzt sie am Tischchen und schaut gebannt an die Wand. Die Erklärung dazu bekomm' ich beim Mittagessen: "hören! Ticktack! Zeiger oben. K."

K. hat ihr erklärt, Mia solle bitte gut zuhören: wenn der grosse Zeiger der Uhr ganz oben steht, kommt die Mama!
Da mach' ich mit gleich Gedanken: sitzt sie etwa nur ihre Zeit ab, bis ich sie abholen komm'? Ich hab mir so sehr gewünscht, dass sie dort Spass hat und mit der Kleinen vom 5. Stock spielt, die sie ja schon vom Spielplatz her kennt ...

Der Donnerstag fängt an, wie jeder andere Tag: die Zeit, bis sie in den Kindergarten darf, ist einfach zu lang, wir sind beide nervös, Mia quengelt, ich würd sie am Liebsten nir knuddeln und gar nicht hergeben :( ich werde heute nachfragen, ob ich sie nicht früher hinringen kann. Dann hätten wir nicht so viel Zeit, um nervös zu werden ;)
Diesmal scheint es ihr gut gefallen zu haben: K. erzählt, dass Mia getanzt hätte - juhuuuuu!
Und noch eine gute Nachricht: ab sofort darf die Prinzessin schon um 8 Uhr in den Kindergarten gehen! Das heisst nicht nur, dass wir nicht mehr so lange warten müssen, sondern auch, dass der Papa beim In-den-Kindergarten-gehen dabei sein kann :)

Viel besser wird's dadurch nicht, aber zumindest der Tagesablauf ist für mich einfacher zu gestalten ...
Ausserdem löst das Wort "Kindergarten" nicht jedesmal einen Angstanfall aus, sondern nur noch jedes 3. oder 4. Mal ...
Die Nächte sind auch etwas besser geworden: Mia schläft bis etwa Mitternacht, manchmal auch bis 2 in inrem eigenen Bett. Seit Donnerstag schläft sie auch wieder halbwegs alleine ein, dh ich sitze zwar neben ihr, sie benutzt meinen Kopf aber nicht mehr als Kuscheltier  ;)

Wir geben also noch nicht auf, das tut man sowieso nur mit der Post, ahb ich von einem guten Freund gelernt :)

Bis bald also,
Andrea