Donnerstag, 19. April 2012

Mia und der Sandmann - Teil 3 oder: die unendliche Geschichte ;)

Gleich mal vorweg: das Verhältnis der beiden hat sich enorm gebessert - scheinbar wirkt die Beziehungstherapie Wunder :)

Seit ein paar Wochen schläft sie nicht nur in ihrem Bettchen ein, sie bleibt auch dort, bis sie ihr Nacht-Flascherl braucht. Bisher ist sie ja immer so halb munter geworden, wenn wir schlafen gegangen sind und hat "darauf gewartet", mitgenommen zu werden.
Die letzten paar Male hat sie aber so tief geschlafen, dass sie gar nicht in diesen Halbschlaf-Halbwach-Zustand rübergewechselt ist. Also hab ich sie mal in ihrem Bettchen gelassen und siehe da: das Nacht-Flascherl braucht sie jetzt normalerweise erst gegen 4 Uhr morgens. Das tut mir schon sehr gut und ihr, glaub ich, auch :)
Nach dem Nacht-Flascherl nehm ich sie allerdings wieder mit ins grosse Bett, ich bin mir nicht ganz sicher, wie sie reagieren würde, wenn sie morgens ganz alleine aufwacht ...

Auch untertags hat sich wieder was geändert: aus zwei Schläfchen (eines am Vormittag, eines am Nachmittag) ist ein Mittagsschlaf geworden.
Wenn ich allein mit ihr zuhause bin, schläft sie so gegen 12 ein und schläft so eineinhalb bis zwei Stunden.





Mit Besuch schaut die Sache wieder ein bisschen anders aus: da ist alles vieeeeel zu spannend, um auch  nur an Schlaf zu denken! Ganz ohne Schläfchen geht's dann aber eh nicht, und so fällt sie irgendwann - meist erst nach 16h - einfach um (naja, sie schläft auf dem Arm ein, wenn ich sie kurz hochnehm').
Trotzdem lässt sie sich dann am Abend recht problemlos ins Bett bringen ... der einzige Streitpunkt ist halt die Windel, die in der Nacht auf jeden Fall notwendig ist.

Mal schau'n, wie's weitergeht :)

alles Liebe,
Andrea

Dienstag, 17. April 2012

Mia beschliesst, ohne Windeln zu leben

Leider hat sie vergessen zu beschliessen, ab sofort das Topferl zu benutzen.
Und gleich einen weiteren Beschluss hat sie gefasst: Mama ist so beschäftigt, da muss sie nicht auch noch Mia-Wäsche waschen. Und nur deshalb verzichtet sie bei diesen Temperaturen auf jegliche Kleidung. Und ihr ausgeprägter Wille hilft ihr bei der Umsetzung ihrer Vorsätze ...

Immerhin passen die beiden Entscheidungen gut zusammen: so muss ich zwar die wirklich zahlreichen Lackerl überall in der Wohnung aufwischen, aber immerhin bleibt mir das Wäschewaschen tatsächlich erspart ;)
Blöderweise heisst das aber auch, dass ich die restliche Wäsche nicht mehr untertags aufhängen kann - die Wäschespinne steht nämlich am Balkon und nackig rausgehn ist jetzt echt nicht drin.
Und noch eine gravierenden Nachteil hat's: das Verhältnis zum Sandmännchen ist immer noch nicht besonders gut ... Mia schläft am Besten, wenn wir draussen unterwegs sind. Zuhause zögert sie ihren Mittagsschlaf immer so lange raus, bis sie irgendwann vor Erschöpfung irgenwann mal umfällt und einschläft. Und eine richtig gute Lösung ist das nicht grade ...
Ab und zu bringt sie mich schon zum Verzweifeln mit ihrem Sturschädl! Von wem sie den wohl hat?!

Aber zumindest nach dem Baden lässt sie sich ohne allzugrossen Widerstand eine Windel und einen Body als Pyjama anziehen. Immerhin :)

Ich bin gespannt, wie's weitergeht, wie lange ich noch Lackerl wegwischen muss :)
Ich halt' euch, wie immer, auf dem Laufenden,

Bis zum nächsten Mal,
Andrea!

Dienstag, 10. April 2012

Mia entdeckt ihr "ich"

Das kleine Persönchen, das sich da grade entwickelt, ist einfach liebenswert! Mein Käferchen ist ein ziemlich liebesbedürftiges Kind, das gerne gedrückt und abgebusselt wird, genausogern aber selber ein Bussi gibt oder schickt und (besonders, wenn sie müde ist) die kleinen Ärmchen um meinen oder Papas Hals schlingt und uns ganz fest drückt :D
Sie teilt auch recht brav: wenn sie jemanden nett findet bekommt der oder die schon mal den Schnuller oder das Stofftier "geschenkt", auch wenn wir uns grade erst begegnet sind ...

Vor Kurzem hat sie kapiert, dass das süsse Mädchen, das da immer so frech aus dem Spiegel herausgrinst, sie selber ist. Und erst gestern hat sie einen neuen Spielkameraden entdeckt: ihren eigenen Schatten. Dass der ein bisschen gruselig ist (immer schwarz angezogen, gibt nie die Hand und lässt sich einfach nicht abschütteln) hat ihr am Anfang schon ein bisschen zu schaffen gemacht.

Ausserdem hat sie "nein" zu ihrem absoluten Lieblingswort gekürt. Sie beherrscht jetzt nicht nur einen Haufen Tierstimmen, sondern auch ein paar sehr wichtige Worte: Mama, Papa, Opa, Oma, (B)auch, Au(ge), Nas(e), Blum(e), Bild, Baum, Mon(d), Bitte, Dan(ke), Lulu und eben Nein!
Das heisst aber nicht nur eben "nein/ nicht", sonder auch: "nicht da. In letzter Zeit benutzt sie's aber leider vermehrt in der eigentlichen Bedeutung: "nein!" ich mag mich jetzt nicht anziehen/ eincremen/ schlafenlegen/ spazierenfahren/ ......... lassen.
Wird die Weigerung nicht ernst genug genommen, kullern auch schnell mal die Tränen. Und sollte das noch nicht reichen, geht's auch noch ein paar Stufen lauter.


Überhaupt gerät sie momentan recht leicht in Rage. Das liegt aber sicher auch daran, dass sie gerade lernt, ihre immer komplexeren Gefühle zu begreifen und auszudrücken (zu versuchen). Das überfordert sie leider auch schnell mal. Besonders wenn gerade hochrangigere Dinge passieren: Hunger oder Müdigkeit zum Beispiel. Dann braucht's nur eine Kleinigkeit und aus meinem kleinen, lieben Mädi wird ein brüllendes, tobendes Mini-Monster, das sich nur mehr mit Mühe beruhigen lässt.
Dann hilft wirklich nur, die Aktion abzubrechen, das schreiende Bündel gegen Verletzungen zu schützen (zB auf den weichen Teppich legen) und sie eine Weile schreien und toben zu lassen. Jede kleine Berührung macht die Sache nur noch schlimmer ... Aber meist hört sie fast genauso schnell wieder damit auf, wie sie angefangen hat und alles ist wieder in Ordnung :)

Bleibt uns nur die Hoffnung, das die Phase schnell wieder vorbei geht :)
Ich halt' euch auf dem Laufenden,
Alles Liebe,
Andrea

Samstag, 17. März 2012

Mia und der Sandmann - Teil 2

Tja, was soll ich sagen? Die Beziehung zwischen den beiden ist wird zwar stetig besser, aber so richtig gut verstehen tun sich die zwei nicht.

Zur Zeit versucht Mia den Sandmann zumindest einmal am Tag auszutricksen - und tagsüber nur noch einmal zu schlafen. Das gelingt aber noch nicht immer ....




Sandmännchen scheint das aber nicht zu gefallen und so wird das kleine Mäderl schon recht früh müde. Und das gefällt der Kleinen wiederum gar nicht und wehrt sich nach Leibeskräften gegen's Schlafengehen ...

So ganz gelingt es ihr zu ihrem Leidwesen natürlich nicht, ihre Müdigkeit vor den beiden Grossen zu verbergen und so kommt früher oder später die gefürchtete Frage: "Mia, sagst du Gute Nacht zum Papa, wir geh'n baden?!"

Dann merkt die kleine Maus aber meist ganz schnell, dass sie schon richtig, richtig müde ist :) Schnell die Babybadewanne in die grosse Wanne schubsen - die Mama is schon wieder viel zu langsam!
Und das mit dem Ausziehen muß man wohl auch selber übernehmen ... So ganz funktioniert das aber noch nicht, und so hilft die Mama schnell mit, damit Mia auch gleich in die Badewanne hüpfen kann :)

beim Baden
Beim Eincremen fall'n ihr dann auch schon die Augen fast zu, schnell noch ein Flascherl und ab geht's ins Bettchen.
Im Idealfall ...;)

Momentan ist das Mäuschen aber so anhänglich, dass sie am Liebsten die Mama oder den Papa als Bettchen benützen würde und so gestaltet sich das Ins-Bett-Legen zur Zeit auch mal recht schwierig ...


Naja, mal schau'n, wie's weitergeht - vielleicht schick' ich Mia und ihr Sandmännchen mal zur Paar-Therapie ;)

alles Liebe,
Andrea


Samstag, 10. März 2012

Mia erzieht sich selbst

Und sie macht das gar nicht schlecht, muss ich jetzt mal ehrlich sagen ;)
Sie nimmt keine Spielsachen mehr mit beim Einkaufen, überlässt die tollen Dinge aus dem Einkaufswagen den netten Herrschaften an der Kassa (wenn auch nur für ganz kurz!), sagt auch ganz brav "danke" (da!), macht hallo und baba und teilt auch (fast) alles mit anderen - erwartet dafür aber auch ein "danke!"; ein Mindestmaß an Höflichkeit muss einfach sein ;)
Unsere kleine Mietzekatze weiss ganz aber auch genau, wo die Grenzen liegen und was bei welchem Elternteil noch erlaubt oder verboten ist. Und vor allem weiss sie, wie streng das Verbot ist ;) Dabei gibt's eigentlich selten böse Verbote, meistens wird gelobt, wenn sie was richtig und brav macht, zum Beispiel wenn sie mir das Essen, das sie nicht mehr mag, wieder zurück in die Hand gibt, statt sie auf den Boden zu werfen.
Da sie aber die ganze Arbeit mit der Erzieherei hat möchte sie dafür aber auch besonders viel Aufmerksamkeit :) Sie muss immer bei allem, was wir tun, dabei sein, muss immer alles sehen und genau wissen. Ganz egal, ob das beim Wäscheaufhängen, Mittagessen oder Kochen ist, sie ist immer mitten drin. Wenn sie merkt, dass wir nicht so aufmerksam sind, wie sie es erwartet, kann's durchaus passieren, dass sie uns in ihr Zelt schleppt, um uns mal ganz für sich allein zu haben :)
So, ich geh jetzt ins Bett, damit ich morgen wieder fit für die Kleine bin :)
Bis bald!

Freitag, 24. Februar 2012

Mia geht baba

Eigentlich geht sie ganz gerne raus.
Eigentlich hasst sie das Anziehen.

Und da haben wir schon das Dilemma! Im Sommer ist das alles natürlich kein Problem - Schucherl anziehen, Türe auf und los!
Bei diesen Temperaturen schaut die Sache aber anders aus. Sie hat zuhause sowieso immer Body, Hose und Leiberl an. Für's Rausgehen braucht sie aber mindestens noch ihren Overall, besser noch eine Weste drunter. Und einen Schal.

Und schon geht's los: sobald der Overall aus dem Kasten rauskommt, verschwindet Mia entweder in ihrem Zimmer oder hinter der Wäschespinne ...
Jetzt heisst's geduldig (und erfindungsreich) sein. Mit der geeigneten Ablenkung lässt sie sich anziehen, solange man schnell genug dabei ist ;) Als hilfreich hat sich herausgestellt, auf den Balkon zu gehen. Da's ja jetzt mehrere Plusgrade hat, geht das ja :) und dort gibt's genügend interessante Dinge zu sehen, dass sie in nullkommanix angezogen ist.

Und dann steht einem Spaziergang nix mehr im Weg :)

Mia sagt baba

Wir haben uns schon recht früh angewöhnt, uns an der Türe von unserem kleinen Haserl zu verabschieden. Es hat sie immer sehr verusnsichert, wenn einer von uns (meistens der Papa) verschwunden ist, während sie geschlafen hat.

Das ist aber auch wirklich eine gruselige Situation: am Abend spielt man noch mit beiden Eltern, wird geknuddelt und liebgehabt, dann verliert man sich für eine endlose Zeitspanne im Träumeland und wenn man endlich wieder aufwacht ist einer der beiden verschwunden. Keine Ahnung, wohin und ob er wiederkommt!
Für den verbliebenen hatte das zur Folge, das das arme Zwergerl zum Einen sehr weinerlich war (immerhin ist es ja jetzt quasi Halbwaise) und zum Anderen extrem anhänglich (immerhin besteht ja die Möglichkeit, dass plötzlich auch noch der andere verschwindet!).

Seither gibt's ein Abschiedsritual, damit sie auch wirklich mitbekommt, dass einer von uns weggeht. Unser schlaues Mädl hat zum Glück recht schnell begriffen, dass der, der geht, auch irgendwann wieder zurückkommt. Es kommt zear immer wieder zu Protest-Weinen, wenn sie absolut nicht wahrhaben will, dass zB der Papa jetzt arbeiten gehen muss, aber das legt sich meisten noch, bevor er die Stiegen erreicht :) meistens macht ihr das baba-Sagen aber Spaß und sie winkt und lacht zum Abschied :)

Die grösste Freude macht ihr aber unsere Klingel: sobald's an der Türe läutet lässt sie alles stehen und liegen und verlangt, hinaufgetragen zu werden - die Stiegen raufzukrabbeln würde wohl zu lange dauern ;)
Wenn ihr der kleinen Maus also eine Freude machen wollt, kommt ihr vorbei und klingelt mal an :)

Alles Liebe und bis zum nächsten Mal!
Andrea