Freitag, 24. Februar 2012

Mia sagt baba

Wir haben uns schon recht früh angewöhnt, uns an der Türe von unserem kleinen Haserl zu verabschieden. Es hat sie immer sehr verusnsichert, wenn einer von uns (meistens der Papa) verschwunden ist, während sie geschlafen hat.

Das ist aber auch wirklich eine gruselige Situation: am Abend spielt man noch mit beiden Eltern, wird geknuddelt und liebgehabt, dann verliert man sich für eine endlose Zeitspanne im Träumeland und wenn man endlich wieder aufwacht ist einer der beiden verschwunden. Keine Ahnung, wohin und ob er wiederkommt!
Für den verbliebenen hatte das zur Folge, das das arme Zwergerl zum Einen sehr weinerlich war (immerhin ist es ja jetzt quasi Halbwaise) und zum Anderen extrem anhänglich (immerhin besteht ja die Möglichkeit, dass plötzlich auch noch der andere verschwindet!).

Seither gibt's ein Abschiedsritual, damit sie auch wirklich mitbekommt, dass einer von uns weggeht. Unser schlaues Mädl hat zum Glück recht schnell begriffen, dass der, der geht, auch irgendwann wieder zurückkommt. Es kommt zear immer wieder zu Protest-Weinen, wenn sie absolut nicht wahrhaben will, dass zB der Papa jetzt arbeiten gehen muss, aber das legt sich meisten noch, bevor er die Stiegen erreicht :) meistens macht ihr das baba-Sagen aber Spaß und sie winkt und lacht zum Abschied :)

Die grösste Freude macht ihr aber unsere Klingel: sobald's an der Türe läutet lässt sie alles stehen und liegen und verlangt, hinaufgetragen zu werden - die Stiegen raufzukrabbeln würde wohl zu lange dauern ;)
Wenn ihr der kleinen Maus also eine Freude machen wollt, kommt ihr vorbei und klingelt mal an :)

Alles Liebe und bis zum nächsten Mal!
Andrea

Samstag, 28. Januar 2012

Mia soll Zähneputzen :)

Eine Zahnbürste hat sie ja schon seit sie nicht mal sechs Monate alt war. Die hat sie sich selber ausgesucht - und hat gerne drauf rumgekaut. Da hat Rumkauen auch noch gereicht, um den einen Zahn zu bürsten.

Mittlerweile kommen schon Zahn Nr. 11 und 12, da reicht nur Rumkauen auf einer Zahnbürste leider nicht mehr... Und jetzt wirds kompliziert. Sie mag es nämlich gar nicht, wenn man ihr die Zahnbürste ins Goscherl steckt und noch viel weniger, wenn sich das blöde Ding auch noch bewegt!

Eine Zeitlang war sie dann ganz verschossen in unsere elektrische Zahnbürste. Also haben wir ihr ein eigenes Bürsterl gekauft. Damit hat sie auch ganz brav ein paar Wochen putzen lassen.
Aber dann ... war's ihr wieder zu blöd und unser Spielchen "darf ich, oder doch nicht?" hat wieder angefangen.

Also hab ich probiert, ob sie mich putzen lässt, wenn sie mir die Zähne putzen darf ... Es hat zwar eine ganze Woche gedauert, bis sie verstanden hat, was ich will, aber jetzt funktionierts!
Sie macht "AAAAAA", damit ich den Mund aufmache und dabei darf ich ihr dann die Zähnchen putzen :)

Also dann, auf saubere Zähne :)
Andrea

Sonntag, 15. Januar 2012

Mia will stiegensteigen :)

Unser Stiegenhaus hat die kleine Maus schon immer fasziniert. Kaum, dass sie mit unserer Unterstützung stehen konnte, wollte sie ubedingt die Stufen hinauf- und hinuntergehen ... Dabei war jede Stufe so hoch, wie ihre Beine :) trotzdem: sie hat sich furchtbar angestengt und ist alle 14+2 Stufen raufgegangen - am liebsten aufrecht, so wie wir :)
Das war für sie vermutlich genauso anstrengend wie für mich, weil ich sie ja halten musste :)

Auch lange, nachdem sie eigentlich schon gehen und auch krabbeln konnte, hab ich sie noch die Stiegen hinaufbegleiten müssen.
Erst vor kurzem hat sie begriffen, wie Stiegensteigen funktioniert :) hinauf auf allen Vieren, hinunter am Windelpopsch oder rückwärts auf allen Vieren, je nach Lust und Laune. Nur die letzte Stufe geht sie immer aufrecht :)


Und die Treppe ist inr Lieblingsplatz geworden, auf den untesten beiden Stufen kann sie sich eine halbe Stunde lang beschäftigen (immer unter Beobachtung, versteht sich) ...
Ein bisschen kann ich's nachvollziehen, ich sitz auch gern dort :)


Bis bald,
Andrea

Mittwoch, 11. Januar 2012

Mia hat Geburtstag - ein Jahresrückblick

So, Gesten war's also dann soweit, meine kleine Maus ist ein Jahr alt geworden! Dabei ist sie doch gerade erst auf die Welt gekommen und jetzt kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern, wie es ohne sie war ... ausschlafen, in Ruhe essen, vor allem aber: eine ganz ruhige Wohnung, kein Zwergi, das vor Vergnügen quietscht und keine kleinen Füßchen, die durch's Wohnzimmer tapsen ... Noch nie ist mir ein Jahr so kurz vorgekommen. Und noch nie ist in einem Jahr soviel passiert :)
Die Tage vor der Geburt waren schon spannend, die Geburt sowieso und dann das erste Mal zuhause mit der Kleinen!
Aber eigentlich war das ja nur der Anfang :) kaum haben wir uns an unsere stille, u bewegliche, hilflose Mitbewohnerin gewöhnt, da hat sie angefangen, nach allem zu grabschen, was ihr in die Quere kam. Kurz darauf das erste selbständige Umdrehen, Aufsetzen und Aufstehen.

So viele erste Male: das erste Lächeln, die ersten gebrabbelten "Worte", das erste Bussi :) ... Da könnt man glatt sentimental werden :)
Und jetzt vor Kurzem das erste Weihnachten! Davon muss ich euch noch erzählen:
Am 23. Dezember haben wir bis halb 12 den Baum geschmückt, weil wir am nächsten Tag gleich in der Früh ins Burgenland fahren wollten, zuerst Frühstück bei den einen Großeltern, dann Mittagessen bei den anderen Großeltern, dann nach Hause zu unserer eigenen Bescherung ...
Bei beiden Großeltern natürlich ein schöner Christbaum - Mia sieht die Sache anders: die Dinget stechen, sind furchtbar im Weg und die glitzernden Dinge drauf darf man nicht angreifen. Fazit: Christbäume sind doof!
Geschenke aber richtig toll! Das Papier drum herum raschelt so schön und was sich alles für Sachen darin verstecken :)
Ziemlich müde is die Kleine, als wir heimfahren. Ich husch' schnell ins Wohnzimmer, die Lichter anzünden. Mia kommt mit dem Papa runter, sieht den Baum und fängt fast zu weinen an! Jetzt sind die zwei auch noch übergeschnappt und haben so einen blöden Baum hingestellt! Die Spielfläche is nur mehr halb so groß! Was haben sie sich dabei nur gedacht???
Ihr Geschenk nimmt sie nur noch halbherzig wahr :(

Nach ein paar Tagen hat sie dann auch den Baum akzeptiert und versucht immer wieder, Baumschmuck zu stiebitzen :)

Das nächste "Großereignis" lässt nicht lange auf sich warten: der erste Geburtstag :)
Mia kriegt einen Kuchen (Apfelkuchen) und eine Holzbahn mit 4 kleinen Autos zum runterflitzen lassen :)
Ich muß ihr nur einmal zeigen, wie's funktioniert, dann spielt sie schon selber damit :)
Später kommt die Tante Anna vorbei, wir machen einen Ausflug zum IKEA - das macht ihr immer Spass und mit der Tante im Schlepptau gleich noch mehr :)
Am Abend ist die große kleine Maus so fix und fertig, dass sie freiwillig ins Bett geht und endlich einmal wieder vernünftig schläft :)

Jetzt sind wir mal gespannt, was das nächste Jahr so alles bringen wird - ich halt' euch auf dem Laufenden :)

Bis bald,
Andrea!

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Mia und der Sandmann

Die beiden haben in letzter Zeit offenbar ein wenig Beziehungsprobleme - so richtig gut läuft es grade nicht.
Meine kleine Maus, die immer so brav ins Bett gegangen ist und auch in der Nacht ausser ihr Flascherl selten mal etwas wollte, zickt jetzt herum ... Und das fängt schon beim Einschlafen an! Ihr Gute-Nacht-Ritual mag sie eigentlich ganz gerne, bis zu dem Punkt, wo sie aus ihrer Badewanne rausmuß und eingecremt und angezogen wird. Das ewig lange Stillhalten, das die Mama da von ihr verlangt ist einfach nicht zu ertragen!
Auf's Gute-Nacht-Flascherl freut sie sich dann meist aber doch wieder, aber daß danach das Bettchen wartet ist wiederum gar nicht einzusehen!
Nach ein paar weiteren Schlucken aus dem Flascherl, einer kleinen Wasserschlacht mit der Trinkflasche und einer Dosis Dentinox ist das Sandmännchen aber meistens doch stärker, als unser Käferchen :)

Die Versöhnung mit dem Sandmann hält leider nur so lange, bis auch Mama und Papa ins Bett gehen. Wie leise wir auch sind, die Kleine kriegt's mit und fängt nach spätestens einer Stunde an zu weinen. Rausnehmen, beruhigen, Essen anbieten, wieder schlafenlegen. Mia dreht sich um und schläft friedlich ein - Mama tappt in ihr Bett zurück. Kaum wieder unter der warmen Decke: Mia jammert. Ein paar beruhigende Worte von der Tür aus - kurz Ruhe, aber gleich ist sie wieder munter und kommt auf mich zugekrabbelt ...
Momentan schläft sie nur richtig tief ein, wenn sie auf meinem Bauch liegt. Wenn ich sie dann in ihr Bettchen leg' darf ich bis zum nächsten Flascherl schlafen ... aber eine richtig gute Lösung scheint mir das nicht!
Ich rätsl' also schon ein Weilchen herum, was sie haben könnte:
Zahnweh - ziemlich sicher. Ich hab das Gefühl, daß uns die unteren linken Backenzähne ins Haus stehen, sie kaut seit einer Weile immer wieder dort ...
Anhänglichkeit - ganz extrem, vor allem am Papa hängt sie grade sehr; vielleicht hat sie ja Angst, daß einer (oder vielleicht sogar alle beide) von uns verschwindet, während sie schläft? Aber wir verabschieden uns immer, bevor wir gehen ...
Heute hat sie außerdem bei uns im Bett geschlafen - nicht so gut, wie sonst, aber auch nicht so schlecht wie in den letzten Tagen ...
schlechte Träume - manchmal jammert und weint sie im Schlaf (heute hat sie sogar mal richtig gelacht), lässt sich aber recht schnell beruhigen ...

Ich kann nur hoffen, daß das nur eine Phase ist, die (hoffentlich sehr) bald wieder aufhört!

So, genug gejammert für heute,
bis zum nächsten Mal,
Andrea!

Freitag, 9. Dezember 2011

Mia zahnt

Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, daß Zähne eine Fehlentwicklung in der Evolution sein müssen: sie tun weh, wenn man sie bekommt, sie tun (oft genug) weh, wenn sie da sind, und wenn wir sie wieder verlieren tut's auch weh!

Es soll ja Kinder geben, die anstandslos ihre Zähne bekommen. Mia gehört jedenfalls nicht dazu: jeder einzelne Zahn ist eine kleine Quälerei :(
Das scheint schon zu beginnen, wenn man noch nicht einmal ein Zähnchen erahnen kann. Der Kiefer juckt und sie kratzt sich ständig, kaut an allen möglichen Sachen herum und ist ziemlich grantig. Zeit für Zahnungskugerl (Osanit), die helfen meistens in dieser Phase - zumindest ein bisschen.
Die nächste Stufe ist erreicht, wenn sie ganz schrecklich zi sorferln beginnt. Dann ist meistens auch schon ein weisses Punkterl zu sehen und sie hält ihr Goscherl ganz komisch still, nix is mehr mit Rumkauen. Untertags geht's jetzt meistens ganz gut mit Osagel, aber in der Nachr sind schwerere Geschütze gefragt: Dentinox bringt. Eist so viel Linderung, daß sie so tief einschlafen kann, daš sie den Schmerz nicht mehr spürt.
Die letzte Phase, wenm der Zahn dann endlich durchbricht, muß am schlimmsten sein, da hilft kein Dentinox mehr, also kriegt sie ein bißchen Mexalen oder Nureflex, damit sie wenigstens für die Nacht Ruhe hat ...

Zum Glück dauert die letzte Phase meist nicht mal eine Woche! Und: wir haben schon 6 Zähne: alle 4 unteren Schneidezähne und die inneren oberen. Immerhin ist damit fast ein Drittel geschafft!
Ich hoffe ja immer noch, daß sich die Backenzähne noch ein bißchen Zeit lassen :)

Mit dem Zahnen ist natürlich auch Zähneputzen verbunden: seit sie ein halbes Jahr alt ist, hat unser Käferchen Zahnbürsten, die sie mehr oder weniger begeistert benutzt :) Die Zahnpasta mag sie immerhin schon ganz gern und auch aif die Fluortabletten in der Früh besteht sie vehement :)

Bis zum nächsten Mal!
Alles Liebe, Andrea

Mia kommt!

Ich hab mir lange überlegt, ob ich hier erzählen soll, wie Mia auf die Welt gekommen ist. Schliesslich ist das doch ziemlich persönlich ... aber bevor ich's vergesse, werde ich's dann doch aufschreiben. Weil: vergessen hab ich schon eine ganze Menge von der Geburt!

Ursprünglich sollte unsere kleine Maus am 7. Jänner 2011 auf die Welt kommen. Bei unserer letzten (gemeinsamen) Untersuchung bei der Frauenärztin hat die aber gemeint, Mia wäre schon so groß, daß sie wahscheinlich schon am 27. Dezember kommen würde.
Also haben wir uns mal mental darauf vorbereitet (so gut das halt beim ersten Baby geht ...). Passiert ist aber erst mal gar nix! Der 27.12. geht vorbei: nix, Neujahr kommt und geht: nix, der 7.1. geht vorbei: nix! Ich muß jetzt jeden 2. Tag ins Spital, nachschau'n, ob eh alles passt - echt lästig, weil ich mich eh kaum mehr bewegen kann.
Am 9.1. am Nachmittag: erste Wehen, ziemlich regelmäßig alle 20 Minuten - stundenlang und gar nicht mal wirklich schmerzhaft, eher unangenehm. Ist es das? Ich probiere, warm zu baden, um zu sehen, ob die Wehen dadurch stärker werden - sie hören ganz auf ...
Am Abend ein kurzes Telefonat mit meiner Mutti, die meint, es könnte schon heute losgehen ... ich glaub's nicht.
Wir gehen relativ früh schlafen, gegen 23:00 dann: Blasensprung! Jetzt bin ich mir wenogstens sicher, daß es losgeht :)
Wir überlegen kurz, ob wir mit der Rettung fahren sollen, aber Gerd meint, er möchte mich selber bringen - eigentlich spricht nix dagegen, Mia ist seit Wochen tief im Becken, da kann nix passieren. Also, schnell anziehen, den kleinen Trolly einpacken und los geht's (23:30).
Die Strassen sind leer, wir kommen 15 min später in der Rudolfstiftung an.

Die Hebamme, die mich übernimmt, ist relativ jung und auf Anhieb sympathisch.
Nach der ersten Untersuchung steht fest: der Muttermund ist erst einen fingerbreit offen; ich werde spazieren geschickt, "damit was weitergeht".
Also gehen wir den Gang auf- und ab, Gerd stoppt die Wehenabstände: 3 Minuten. Nach 2 Runden am Gang kann ich nicht mehr, ich muß mich hinsetzen, die Wehen werden immer heftiger.
Die Hebamme untersucht mich: Muttermund weiterhin nur einen fingerbreit offen. Sie schickt mich duschen, damit ich mich entpanne. Tut zwar gut, hilft aber nicht wirklich. Nach 20 min duschen kann ich kaum mehr selber aus der Dusche, 2 Schwestern müssen mir helfen und mich zurück in den Kreißsaal bringen. Dort darf ich in die grosse Badewanne und bekomme homöopathische Wehenhemmer - endlich lassen die Wehen ein wenig nach. Mittlerweile ist es ca 4:30, Gerd muß das Auto umparken. Ich bin unendlich froh, daß mich in dieser (zwar recht kurzen) Zeit die Hebamme nicht alleine läßt.
Das warme Wasser entspannt mich zwar, aber die Wehen werden jetzt wieder heftiger, mein Kreislauf verträgt das warme Wasser nicht und ich muß mich auch noch übergeben ...
Gemeinsam hieven mich Gerd und die Hebamme aus dem Wasser und brachten mich in einen anderen Kreißsaal. Ich durfte mich hinlegen, der Wehenschreiber wurde installiert, der Muttermund nocheinmal kontrolliert: 3 fingerbreit, und das bei Wehenabständen von nicht mal 30 Sekunden!
Ich bekomme nocheinmal homöopathische Wehenhemmer - und kurz darauf nicht-homöopathische hinterher, weil die diesmal gar nichts gebracht haben. Auch diese Dosis bringt mir keine wirkliche Erleichterung, jetzt soll ich reine Sauerstoff atmen ...
Gegen 6 Uhr Früh bin ich so erschöpft und habe solche Schmerzen, daß ich zu Gerd sag', daß ich's nicht mehr lange aushalt' ... Er behauptet bis heute, daß er daraufhin aus dem Zimmer gegangen ist, um mit den Hebammen zu reden - ich kann mich nocht daran erinnern ...
Nach dem Schichtwechsel. Der sich für mich endlos dehnt, bekomme ich 2 neue Hebammen, die ,ir den Borschlag machen, eine PDA zu setzen. Davor habe ich mich am meisten gefürchtet, das wollte ich eigentlich auf keinen Fall. Jetzt aber hört sich diese Abkürzung einfach nur paradiesisch am! Kurze Zeit später ateht auch schon der Anästhesist auf der Matte, erklärt mir, was er tun wird und läßt mich eine Wisch unterschreiben. Dann geht er an's Werk: ich muß mich aufsetzen (was nur. It Hilfe gelingt) und gaaaanz ruhig halten; wenn ich. Icht mehr stillhalten könnte, muß ich sofort bescheid sagen.
Seine Erklärungen muß ich mehrmals unterbrechen, weil heftige Wehen mich ablenken. Dann ist es endlich soweit: der Schlauch sitzt, ich habe außer der lokalen Betäubung nichts gespürt und langsam macht sich ein Taubheitsgefühl breit :) Jetzt bekomme ich endlich ein wenig Pause und schlafe promt ein.
Wodurch ich geweckt werde, weiß ich gar nicht mehr, aber jetzt wird die PDA langsam ausgeleitet, ich spüre die regelmässigen Kontraktionen wieder. Diesmal ist es aber durchaus gut auszuhalten. Der Muttermund ist weit genug geöffnet, jetzt sollten die Presswehen einsetzen.
Davon spüre ich nur wenig, nur am Wehenschreiber sind sie deutlich zu sehen.
Jetzt aber ist Mia eingeschlafen! Die Hebammen versuchen sie durch eine Art Wecker munter zu bekommen, mit Erfolg.
Ich spüre meine Beine jetzt zwar wieder, aber ich habe kein Kontrolle darüber, und als die Hebamme meint, ich solle mich auf die Seite drehen und ein Bein in die Halterung legen, damit Mia kommen kann, brauche ich Hilfe.
Auch beim Pressen kann ich nicht genug mithelfen und so wird rasch der Oberarzt herbeigeschafft, der bei der "Austreibung" helfen soll. Also wirft sich der bei jeder Presswehe mit seine, ganzen Gewicht auf meinne Oberbauch und hilft so, die kleine Schlafmütze auf die Welt zu befördern. Zum Glück braucht er dazu nur 3 oder 4 Anläufe, die Prozedur kst doch ziemlich unangenehm!

Und plötzlich ist sie da! Ich sehe ein kleines, dunkles Bündel zwischen meinen Beinen liegen, das keinen Mucks macht - ich krieg ein bisschen Panik: keiner sagt etwas, kein Baby schreit, da kann doch was nicht stimmen!
Aber die Hebammen versichern mir, daß es der Kleinen gut geht, sie wird schnell abgenabelt und dann krieg ich sie auch schon auf den Bauch gelegt. Ein winzig kleines Bündelchen, das mich mit rabenschwarzen Augen anguckt. Ich bin hin und weg :) und total erschöpft.

Wir 3 werden in ein separates Zimmer gebracht, wo wir noch ein bisschen Kuscheln können und Mia ihren ersten Trinkversuch startet. Ab und zu schaut eine Hebamme vorbei, ob es uns eh gut geht.
Nach nicht einmal einer Stunde bin ich fit genug, um alleine auf die Toilette zu gehen und Gerd die Gelegenheit zu geben, sich mit seinem Töchterchen anzufreunden :) In seinen Armen schaut sie gleich noch viel winziger aus!

Mia ist am 10. Jänner 2011 um Punkt 12:00 auf die Welt gekommen. Sie war 50cm lang, der Kopfumfang betrug 35cm und sie war 3610g schwer.