Freitag, 9. Dezember 2011

Mia kommt!

Ich hab mir lange überlegt, ob ich hier erzählen soll, wie Mia auf die Welt gekommen ist. Schliesslich ist das doch ziemlich persönlich ... aber bevor ich's vergesse, werde ich's dann doch aufschreiben. Weil: vergessen hab ich schon eine ganze Menge von der Geburt!

Ursprünglich sollte unsere kleine Maus am 7. Jänner 2011 auf die Welt kommen. Bei unserer letzten (gemeinsamen) Untersuchung bei der Frauenärztin hat die aber gemeint, Mia wäre schon so groß, daß sie wahscheinlich schon am 27. Dezember kommen würde.
Also haben wir uns mal mental darauf vorbereitet (so gut das halt beim ersten Baby geht ...). Passiert ist aber erst mal gar nix! Der 27.12. geht vorbei: nix, Neujahr kommt und geht: nix, der 7.1. geht vorbei: nix! Ich muß jetzt jeden 2. Tag ins Spital, nachschau'n, ob eh alles passt - echt lästig, weil ich mich eh kaum mehr bewegen kann.
Am 9.1. am Nachmittag: erste Wehen, ziemlich regelmäßig alle 20 Minuten - stundenlang und gar nicht mal wirklich schmerzhaft, eher unangenehm. Ist es das? Ich probiere, warm zu baden, um zu sehen, ob die Wehen dadurch stärker werden - sie hören ganz auf ...
Am Abend ein kurzes Telefonat mit meiner Mutti, die meint, es könnte schon heute losgehen ... ich glaub's nicht.
Wir gehen relativ früh schlafen, gegen 23:00 dann: Blasensprung! Jetzt bin ich mir wenogstens sicher, daß es losgeht :)
Wir überlegen kurz, ob wir mit der Rettung fahren sollen, aber Gerd meint, er möchte mich selber bringen - eigentlich spricht nix dagegen, Mia ist seit Wochen tief im Becken, da kann nix passieren. Also, schnell anziehen, den kleinen Trolly einpacken und los geht's (23:30).
Die Strassen sind leer, wir kommen 15 min später in der Rudolfstiftung an.

Die Hebamme, die mich übernimmt, ist relativ jung und auf Anhieb sympathisch.
Nach der ersten Untersuchung steht fest: der Muttermund ist erst einen fingerbreit offen; ich werde spazieren geschickt, "damit was weitergeht".
Also gehen wir den Gang auf- und ab, Gerd stoppt die Wehenabstände: 3 Minuten. Nach 2 Runden am Gang kann ich nicht mehr, ich muß mich hinsetzen, die Wehen werden immer heftiger.
Die Hebamme untersucht mich: Muttermund weiterhin nur einen fingerbreit offen. Sie schickt mich duschen, damit ich mich entpanne. Tut zwar gut, hilft aber nicht wirklich. Nach 20 min duschen kann ich kaum mehr selber aus der Dusche, 2 Schwestern müssen mir helfen und mich zurück in den Kreißsaal bringen. Dort darf ich in die grosse Badewanne und bekomme homöopathische Wehenhemmer - endlich lassen die Wehen ein wenig nach. Mittlerweile ist es ca 4:30, Gerd muß das Auto umparken. Ich bin unendlich froh, daß mich in dieser (zwar recht kurzen) Zeit die Hebamme nicht alleine läßt.
Das warme Wasser entspannt mich zwar, aber die Wehen werden jetzt wieder heftiger, mein Kreislauf verträgt das warme Wasser nicht und ich muß mich auch noch übergeben ...
Gemeinsam hieven mich Gerd und die Hebamme aus dem Wasser und brachten mich in einen anderen Kreißsaal. Ich durfte mich hinlegen, der Wehenschreiber wurde installiert, der Muttermund nocheinmal kontrolliert: 3 fingerbreit, und das bei Wehenabständen von nicht mal 30 Sekunden!
Ich bekomme nocheinmal homöopathische Wehenhemmer - und kurz darauf nicht-homöopathische hinterher, weil die diesmal gar nichts gebracht haben. Auch diese Dosis bringt mir keine wirkliche Erleichterung, jetzt soll ich reine Sauerstoff atmen ...
Gegen 6 Uhr Früh bin ich so erschöpft und habe solche Schmerzen, daß ich zu Gerd sag', daß ich's nicht mehr lange aushalt' ... Er behauptet bis heute, daß er daraufhin aus dem Zimmer gegangen ist, um mit den Hebammen zu reden - ich kann mich nocht daran erinnern ...
Nach dem Schichtwechsel. Der sich für mich endlos dehnt, bekomme ich 2 neue Hebammen, die ,ir den Borschlag machen, eine PDA zu setzen. Davor habe ich mich am meisten gefürchtet, das wollte ich eigentlich auf keinen Fall. Jetzt aber hört sich diese Abkürzung einfach nur paradiesisch am! Kurze Zeit später ateht auch schon der Anästhesist auf der Matte, erklärt mir, was er tun wird und läßt mich eine Wisch unterschreiben. Dann geht er an's Werk: ich muß mich aufsetzen (was nur. It Hilfe gelingt) und gaaaanz ruhig halten; wenn ich. Icht mehr stillhalten könnte, muß ich sofort bescheid sagen.
Seine Erklärungen muß ich mehrmals unterbrechen, weil heftige Wehen mich ablenken. Dann ist es endlich soweit: der Schlauch sitzt, ich habe außer der lokalen Betäubung nichts gespürt und langsam macht sich ein Taubheitsgefühl breit :) Jetzt bekomme ich endlich ein wenig Pause und schlafe promt ein.
Wodurch ich geweckt werde, weiß ich gar nicht mehr, aber jetzt wird die PDA langsam ausgeleitet, ich spüre die regelmässigen Kontraktionen wieder. Diesmal ist es aber durchaus gut auszuhalten. Der Muttermund ist weit genug geöffnet, jetzt sollten die Presswehen einsetzen.
Davon spüre ich nur wenig, nur am Wehenschreiber sind sie deutlich zu sehen.
Jetzt aber ist Mia eingeschlafen! Die Hebammen versuchen sie durch eine Art Wecker munter zu bekommen, mit Erfolg.
Ich spüre meine Beine jetzt zwar wieder, aber ich habe kein Kontrolle darüber, und als die Hebamme meint, ich solle mich auf die Seite drehen und ein Bein in die Halterung legen, damit Mia kommen kann, brauche ich Hilfe.
Auch beim Pressen kann ich nicht genug mithelfen und so wird rasch der Oberarzt herbeigeschafft, der bei der "Austreibung" helfen soll. Also wirft sich der bei jeder Presswehe mit seine, ganzen Gewicht auf meinne Oberbauch und hilft so, die kleine Schlafmütze auf die Welt zu befördern. Zum Glück braucht er dazu nur 3 oder 4 Anläufe, die Prozedur kst doch ziemlich unangenehm!

Und plötzlich ist sie da! Ich sehe ein kleines, dunkles Bündel zwischen meinen Beinen liegen, das keinen Mucks macht - ich krieg ein bisschen Panik: keiner sagt etwas, kein Baby schreit, da kann doch was nicht stimmen!
Aber die Hebammen versichern mir, daß es der Kleinen gut geht, sie wird schnell abgenabelt und dann krieg ich sie auch schon auf den Bauch gelegt. Ein winzig kleines Bündelchen, das mich mit rabenschwarzen Augen anguckt. Ich bin hin und weg :) und total erschöpft.

Wir 3 werden in ein separates Zimmer gebracht, wo wir noch ein bisschen Kuscheln können und Mia ihren ersten Trinkversuch startet. Ab und zu schaut eine Hebamme vorbei, ob es uns eh gut geht.
Nach nicht einmal einer Stunde bin ich fit genug, um alleine auf die Toilette zu gehen und Gerd die Gelegenheit zu geben, sich mit seinem Töchterchen anzufreunden :) In seinen Armen schaut sie gleich noch viel winziger aus!

Mia ist am 10. Jänner 2011 um Punkt 12:00 auf die Welt gekommen. Sie war 50cm lang, der Kopfumfang betrug 35cm und sie war 3610g schwer.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Mia geht!

Nein, nein, sie verlässt uns nicht, vielmehr macht sie ihre ersten selbständigen Schritte!
Schon als sie zarte 7 Monate alt war, hat uns die Kleine ganz schön überrascht, indem sie sich - statt sich beim Aufstetzen helfen zu lassen - einfach beim Aufstehen helfen hat lassen :) Überrascht hat uns das umso mehr, als sie sich zu dem Zeitpunkt noch nicht mal selber aufsetzen konnte (das hat sie erst eine Woche später gelernt).

Es hat auch gar nicht lange gedauert, da hat sie - auf unsere beide Hände aufgestützt und mehr oder weniger aufrecht - auf zwei Beinen ihre Umgebung erkundet.
Schon ein paar Tage später hat sie nur mehr eine Hand als Hilfe gebraucht. Und immer wieder probiert, ganz alleine zu gehen. Was uns jede Menge Tränen und blaue Flecken beschert hat.
Entlang der Couch hat's dann aber ziemlich schnell auch alleine geklappt, das Eck auch schon mal ohne Anhalten.
Vor ein paar Tagen hat sie's auch schon mal geschafft, quer über den Teppich und ohne sich anzuhalten zu uns zu laufen, oder sich von der Couch zu den Sesseln und dann zum Hochstuhl in die Küche zu hangeln.
Und heute die Sensation: ganz allein kommt mich die kleine Maus von der Couch aus in der Küche besuchen! Das sind nicht nur mehrere Meter, da ist auch noch auch eine Kurve zu nehmen!

Das Krabbeln ist bei alle dem so ziemlich auf der Strecke geblieben - sie schafft es zwar, sich so halb krabbelnd, halb schiebend (mit einem Beinchen nach hinten gebogen mit dem anderen halb stehend) ein paar Meter nach vorne zu bewegen. Aber das macht ihr mehr Frust und rumzurennen (sie rennt nämlich wirklich!) ist ihr eindeutig lieber!

Alles Liebe und bis zum nächsten Mal!

Mittwoch, 21. September 2011

Mia wächst

Am Anfang war ... ja, da war "nur" ein ca. 5mm kleines dunkles Punkterl auf dem ansonsten weiß verrauschten Ultraschall-Bildschirm :)
Das schwarze Punkterl ist aber rasend schnell grösser geworden und schon 2 Wochen später war ein kleines Lebewesen darin zu erkennen. Bald konnte man das kleine Herzerl schlagen sehen, die winzigen Ärmchen und Beinchen unterscheiden und gar nicht so viel später passt das kleine Wesen gar nicht mehr als Ganzes auf den Bildschirm :)
Bei ihrer Geburt mißt Mia dann ganze 50cm (und 3.610g) - also das 100fache! und in diesem Tempo geht es seither weiter :) In nur 5 Monaten hat die Kleine ihr Gewicht verdoppelt!

Und sie wächst nicht nur rasend schnell, sie lernt auch noch jeden Tag was dazu :)
Gleich nach ihrer Geburt hat sie sich ja kaum selber bewegen können, und wenn, dann nicht gezielt :) Aber schon mit eineinhalb Monaten steckt sich meine kleine Hexe den Daumen gezielt und mit voller Absicht in den Mund.
Mit 9 Wochen greift sie nach allem, was sich in ihrer Reichweite befindet, aber es dauert noch 2 Wochen, bis sie die Dinge auch festhalten kann. Und nach weiteren 2 Wochen ist die Koordination schon so gut, daß sie sich ihren Schnuller selber in den Mund stecken kann :)
Mittlerweile kann sie dieses kleine Kunststück auch im Halbschlaf.

Bei allem, was sie tut erweist sie sich als ziemlich ehrgeizig: sie übt sogar in der Nacht ...
Besonders das selbständige Umdrehen vom Rücken auf den Bauch und zurück hat sie lange und oft in der Nacht geprobt - mit dem Effekt, daß sie immer und immer wieder in meinem Bett gelandet ist. Das hat uns einiges an Nerven gekostet, aber es war toll, ihr zuzuschauen, als sie das das erste Mal ganz alleine geschafft hat!
Viel üben mußte sie allerdings, bis sie gelernt hat, sich selber aufzusetzen - das hat sie nämlich erst vor ca. 3 Wochen geschafft, ein paar Tage nachdem sie das erste Mal aufgestanden ist :)

Das Aufstehen hat uns ziemlich überrascht, vor allem, weil Mia das Krabbeln völlig ausgelassen hat! Sie schafft es zwar, sich auf dem Po ein paar Zentimeter nach vorne zu schieben, aber sobald sie in Krabbel-Position ist, geht's bestenfalls rückwärts - und das endet ganz schnell in Frust :)

Gleichzeitig mit dem Aufstehen hat sie damit begonnen, herumzulaufen :) zu Anfang nur ganz vorsichtig und mit beiden Händen in meine (oder Gerd's), mittlerweile geht sie an nur einer Hand und läßt die auch schon ab und zu los!
Heute in der Früh hat sie sich in ihrem Bettchen ganz alleine hochgezogen und ist dann eine ganze Weile sichtbar stolz herumgestanden :) Auch an der Couch und den Bücherregalen zieht sie sich schon selber hoch und macht ein paar Schritte :)

Ein ganz unbequemes Thema zum Schluß: es wächst nicht nur die ganze Mia, der Mia wachsen auch Zähne! Das muß ein ziemlich unangenehmes Erlebnis für unsere kleine Maus sein, besonders in der Nacht wenn keine Beschäftigung vom Schmerz ablenkt. Meist hilft dann ein bißchen Zahnungsgel, aber leider nicht immer, und so schlafen wir beide in letzter Zeit weder besonders viel, noch besonders gut ...:)

So, Leute, bis zum nächsten Mal, gute Nacht! ;)

Sonntag, 7. August 2011

Mia ist mal so :) mal so :( mal so >:|

Eine kleine Warnung gleich vorweg: heut' wird ein bissi emotional :)
Aber wer kann bei einem so süßen Baby emotionslos bleiben? ;) Klar, wie jede andere Mama auch, glaub ich natürlich, daß "mein" Baby das hübscheste, liebste, süßeste ist. Und davon muß ich euch endlich einmal erzählen ;)

Am Süssesten ist sie natürlich, wenn sie schläft!



Da könnt' ich ihr nicht nur stundenlang zuschaun, manchmal könnt' ich auch fast heul'n, wenn sie da so still, total entspannt und voller Vertrauen, daß alles in Ordnung ist (oder zumindest dahin gebracht wird) daliegt. So hilflos, wie sie da liegt, macht sie uns beide so wichtig ...
Dieses winzige Zwergerl (das so winzig gar nicht mehr ist) hat mein ganzes Leben so verändert, da ist kein Stein mehr auf dem anderen geblieben. Spontan mal irgendwohin zu gehen, einfach mal ein Kinoabend mit Freunden ist nicht mehr drin. Auch zum Training komm' ich auch nur mehr mit Mühe einmal in der Woche - und ich bin total geschlaucht hinterher :) Was mich aber immer wieder selber wundert: es macht mir nix aus! Es reicht ein kleiner Grinser von meiner kleinen Maus und jeder Verzicht, jedes Quengeln in der Nacht, das mich stundenlang nicht schlafen läßt ist zwar nicht vergessen, aber mehr als verziehen :)


Besonders rührend is natürlich auch, wenn sie mich anlächelt und die Hände nach mir oder ihrem Papa ausstreckt, wenn wir uns ein kleines Weilchen nicht gesehen haben.

Oder, wenn sie ab und zu mal einen spontanen Kuschel"anfall" hat :)



Oder, wenn sie wieder mal was Neues gelernt hat. Heute zum Beispiel ist sie richtig lang ganz alleine am Boden gesessen! Das bedeutet für uns, daß sie uns wieder ein Stückchen weniger braucht. Auch ein bißchen traurig ...

Sie kann mich aber auch hin und wieder ein bißchen auf die Palme bringen: wenn sie total müde ist und einfach nicht schlafen will, sondern immer weiter und weiter zappelt; besonders, wenn das mitten in der Nacht passiert. Ich weiß ja, daß sie das nicht absichtlich macht. Es scheint so, als müßte sie sich bewegen ... trotzdem: wenn du eh schon unter Schlafentzug leidest, ist eine Nacht mit noch 2 Stunden weniger Schlaf einfach schwierig ...
Zum Glück hat die kleine "Hexe" einen tollen Papa, der dann - auch, wenn er am nächsten Tag arbeiten muß - mit ihr so lange im Zimmer spazieren geht, bis sie wieder schlafen kann!

Ganz besonders schlimm für mich ist aber, wenn ihr was wehtut und sie deshalb weint. Oft würd ich am liebsten mitheulen, weil ich ihr nicht helfen kann ...
Ganz besonders schlimm war das, als sie zu Pfingsten einen so schlimmen Neurodermitis-Anfall hatte. Der Ausschlag muß höllisch gejuckt haben und ich konnte ihr nicht helfen (vor allem, weil die Ärzte uns nicht geholfen haben, sie richtig zu behandeln).

Alles in allem aber ist das kleine Mädl das Größte, was mir bisher passiert ist!

Freitag, 29. Juli 2011

Mia im Alltag

der ließe sich ganz einfach mit "miazentrisch" zusammenfassen - wäre aber langweilig zu lesen, also ein bißchen ausführlicher ;)

Die Nacht (ja, auch das gehört zum All"tag") ist meistens recht ruhig, so gegen 3h kriegt sie ein kleines Falscherl, dann können wir normalerweise bis etw 6h weiterschlafen. "Normalerweise" deshalb, weil das gleich ganz anders ist, wenn sie wächst, zahnt oder eine neue Fähigkeit proben muß. Dann ist meine Nacht ein bißchen kürzer - momentan dürfte so ziemlich jedes der drei Dinge zutreffen ... Um 24h braucht sie nochmal was zu trinken, um 3h dann wieder. Dazwischen kann's passieren, daß sie plötzlich putzmunter daliegt und sich immer und immer wieder umdreht - rechts herum geht's schon sehr gut, jetzt wird also linksherum geübt ... auch das Greifen muß perfektioniert werden. Und was eignet sich da besser als die ruhigen Stunden der Nacht, wo nichts und niemand stört!
Um 6h wird Mia also richtig munter, ein bißchen spielt sie noch in ihrem Bettchen, bis auch ich halbwegs wach bin. Dann stehen wir gemeinsam auf, Mia kriegt Frühstück (ein großes Flascherl), wird gut eingecremt und bekommt eine neue Windel und Gewand für den Tag verpaßt. Wenn ich halbwegs gut geschlafen habe, machen wir gemeinsam Frühstück und dann wecken wir den Papa. (Wenn ich nicht gut oder nur wenig geschlafen habe, lassen wir das Frühstück-machen aus und wecken den Papa gleich, damit der sich selbst Frühstück macht und mich noch ein bißchen schlafen läßt...).
Vor dem Frühstück wird seit zwei Wochen auch gemeinsam zähnegeputzt - Mia hat sich eine tolle, blaue Babyzahnbürste ausgesucht und die benutzt sie auch recht gern :)



Beim Frühstück sitzt sie natürlich mit am Tisch - einer von uns fungiert dabei als Babysitz - und bekommt auch eine Kleinigkeit zu essen, meist ein halbes Stangerl "Grissini".
Ein ganz wichtiger Punkt ist das Verabschieden vom Papa. Der darf nämlich nicht einfach verschwinden, schon gar nicht, wenn die kleine Maus eingeschlafen ist, sondern muß sich an der Türe ordentlich verabschieden. So weiß unsere Prinzessin, daß er wirklich weg ist und erst am Abend wiederkommt.

Bis 9h spielen wir zwei, dann gibt's wieder ein Flascherl und schon ist's Zeit für ein Vormittags-Schlaferl. Meist für uns beide :)
Wenn ich gegen 11h dann wieder geweckt werde haben wir noch eine Stunde Zeit, ein paar Dinge zu erledigen: Wäsche waschen, Böden saugen, abstauben, ab und zu auch mal was kochen oder Computer spielen - immer mit der Kleinen am Arm, die will ja auch wissen, was so alles zu tun ist ;)
Um 12h kriegt sie wieder was zu essen: diesmal Babybrei und hinterher ein mittleres Flascherl. Seit einiger Zeit versuche ich, sie für Gemüsebrei oder zumindest püriertes Bio-Hendl zu begeistern ... mit mäßigem Erfolg; Obst ist einfach besser :)

Um 14:30 steht das nächste Schlaferl (und vorher ein Flascherl) am Programm, bis dahin gehen wir entweder ein bißchen spazieren, wenn Mia's Freund Zeit hat (ja, sie hat schon einen Freund, er ist 14 Monate alt und wohnt im gleichen Block), oder wir spielen noch eine Runde - das ist manchmal so anstrengend, daß sie mittendrin einschläft :)



Nach ein bis eineinhalb Stunden ist sie dann fertig ausgeruht, wenn wir bisher noch nicht draußen waren ist es jetzt allerhöchste Zeit dafür! Einmal am Tag muß man ja schließlich an die frische Luft!
Zwischen 18 und 19h kommt dann der Papa nach Hause - ein echtes Highlight :)
Um 18:45 beginnen wir dann mit dem Schlafen-Gehen-Ritual und eine halbe bis dreiviertel Stunde später ist die Zwergin dann im Reich der Träume - und alles fängt von Vorne an :)

Eine große Ausnahme bilden die Wochenenden und Papa-Urlaub: Da kümmert sich der Papa gleich in der Früh um sie - und ich darf mich ausschlafen, oft bis halb 10!
Meine Beiden gehen in der Zwischenzeit Frühstück herrichten und dann spazieren und wenn ich aufwach' hab ich meistens ein gut gelauntes Mädl und ein tolles Frühstück - DANKE, BÄR!

Freitag, 15. Juli 2011

Mia geht schlafen - mit 6 Monaten

Und das läuft für Mia immer ähnlich - und das seit sie etwa 10 Wochen alt ist. Natürlich ist das Schlafensritual immer wieder angepasst worden, aber im Großen und Ganzen ist es immer das Gleiche:

Um circa 19h lassen wir gemeinsam ihre kleine Badewanne ein, ein halbes Becherl Balneum Hermal, ein kleiner Schluck Kamillosan dazu. Auf der Waschmaschine im Badezimmer liegt schon eine weiche Decke und ein großes Badetuch, darauf kommt noch ein kleines Kapuzenbadetuch. Windeln und Feuchtetücher haben wir immer parat, nur noch den Schlafanzug holen und die Pflegesalbe ncht vergessen!
Dann geht's auch schon ab in die Wanne. Seit ein paar Wochen ist sie groß genug, um darin zu sitzen, so macht die Sache gleich nochmal so viel Spaß. Unser wichtigstes Utensil ist das Badethermometer - nicht etwa, um die Temperatur zu messen (das auch!), sondern zum Dran-Nuckeln. Das Thermometer wird vorsichtig abgefangen und sofort in den Mund gesteckt (sowohl das Balneum, als auch das Kamillosan sind beim Verscghlucken völlig unbedenklich). Dagegen hat keine noch so tolle Quietsche-Ente auch nur die geringste Chance ...
Die ganz Mia wird gewaschen, zum Schluß nochmal das Kopferl eintunken - mit Shampoo wird njr gewaschen, wenn der Milchschorf wieder stärker wird - dann sind wir aich schon fertig.
Zum Abtrocknen benutzen wir das Kapuzenhandtuch, da wird sie schön warm eingewickelt und trockengetupft. Danach noch eine Runde Strampeln auf dem trockenen Handtuch, dabei wird sie auch eingecremt. Dann schlupft das kleine Mäderl auch schon in den Schlafanzug (nicht immer ganz freiwillig) und bekommt ihr Gute-Nacht-Flascherl.
Zum Schluß sagen wir noch dem Papa Gute-Nacht, dann geht's ins Bett. Das Schlaflied (die ersten beiden und die letzte Strophe vom "Abendlied" von Mathias Claudius) hört sie schon mit halb geschlossenen Augen und nicht immer ganz :) Um dreiviertel Acht sind dann meist die Lichter aus ...
Gute Nacht!

Mittwoch, 13. Juli 2011

"Mia spielt" oder "langweilig ..."

wird mir so schnell sicher nicht :)
Zum einen, weil die Kleine beinahe jede wache Minute meine Aufmerksamkeit fordert. Beinahe deshalb, weil sie schon gelernt hat, sich ein paar Minuten lang selbst zu beschäftigen :) 
Am liebsten ist ihr aber immer noch, wenn ihre Mama mit ihr spielt


Wir spielen zum Beispiel gleich in der Früh "Mia ißt Brei". Das scheint recht unterhaltsam zu sein und geht so: Gläschen aus dem Kühlschrank holen und an den beiden ausgestreckten Ärmchen vorbeischummeln. Ein paar Löffel in eine Schüssel patzen und an den beiden ausgestreckten Ärmchen vorbei in die Mikrowelle schummeln, wo das Zeug auf Zimmertemperatur gebracht wird.Dann wird's richtig lustig, Mia bekommt ein buntes Latzerl und dann wird Löffelchen für Löffelchen an den beiden ausgestreckten Ärmchen vorbei in den Mund bugsiert. Meist erwischt ein Patschehanderl dann doch noch den Löffel, bevor der den Mund erreicht. Der Brei wird begeistert betapscht und das, was davon  noch auf dem Löffel geblieben ist, mit beiden Händen in den Mund gesteckt. Es folgt ein genüßliches "Mmmmmmh" oder "Aaaah", ein kurzes Gerangel um den Löffel und dann fängt alles von vorne an. Nach einer Weile ist das Schüsserl leer und Mia und Mama sind voller Brei (super, wenn Pfirsich dabei war, der geht so schlecht raus beim Waschen ...) Das Spiel funktioniert allerdings nur mit Früchten, Gemüse wird postwendend aus dem Mund entfernt - offensichtlich begreift die Mama nicht, daß das Zeug dort nicht hingehört ...


Ein tolles Spiel, das Mia nie zu langweilig wird, heißt "Mia wird aufgefressen"!Wir fangen bei den Fingerchen an, die jedes einzeln angeknabbert wird. Bis wir bei den Ripperl sind, die natürlich auch einzeln angeknabbert werden müssen, quietscht sie schon vor Vergnügen. Die Zecherl heben wir uns also für's nächste Mal auf :)


Wenn's mal wild hergehen soll - und dafür ist sie fast immer zu haben - lassen wir die kleine Maus fliegen. Entweder im Kreis oder sie wird - mehr oder weniger - hoch in die Luft geschupft. Scheint echt Spaß zu machen ...


Oder sie hilft mir, Wäsche abzunehmen - dabei ist es völlig egal, ob die noch naß ist - oder aufzuhängen. Das Schnalzen beim Ausbeuteln von Leiberl und Küchenhangerl macht ihr richtig Spaß :)


Das Schöne ist, daß auch Ausflüge zu Ärzten oder in die Kinderambulanz scheinbar zum Spiel "Mia Superstar" gehört. Diese Ausflüge sind nämlich der 2. Grund, warum mir nicht langweilig wird. 
Angefangen hat das alles, da war Mia 9 Tage alt und wir mußten zum Orthopäden. Schon bei der U1 hat  man nämlich festgestellt, daß irgendwas mit ihrer Hüfte nicht ganz so ist, wie es sein soll ... Die Folge von diesem Besuch waren 15 Wochen, die sie mit sog. "Zügerl" verbringen mußte. (Wer das nicht kennt: das Ding besteht aus einem Brustgeschirr, an dem Schlaufen für die Beine montiert sind, damit die in einem bestimmten Winkel angezogen werden können.) Zum Glück war sie noch ganz klein und hatte nicht so einen Bewegungsdrang wie jetzt, so hat sie sich eigentlich ganz gut gewöhnt ...


Weitergegangen sind die Ausflüge mit einem Besuch beim Hautarzt, weil sie einen hartnäckigen Ausschlag hatte. Der Hautarzt hat eine cortison-haltige Salbe verschrieben und uns nach Hause geschickt. Mit der Salbe war der Ausschlag beinahe sofort weg, kaum war aber die Salbe weg, war der Ausschlag wieder da. Also ein neuerlicher Ausflug zum Hautarzt und der Empfehlung, die Salbe langsam abzusetzen. Länger als 3einhalb Tage ohne Salbe haben wir aber nicht geschafft. 


Am Tag nach Christi Himmelfahrt war der Ausschlag so heftig, daß wir in die Kinderambulanz der Rudolfstiftung gefahren sind. Dort haben wir erstmals vom Verdacht auf Neurodermitis (oder, wie man heute so auf g'scheit sagt: atope Dermatitis) gehört, die der Hautarzt von Vorne herein ausgeschlossen hatte ... Von der Kinderambulanz wurden wir auf die Dermatologie weitergeleitet. Dort kam noch der Verdacht auf einen Kopfpilz dazu - also Pilzabstrich. Mit einem Rezept für Fenistil-Tropfen und einer Ultrabas-Salbe wurden wir etwa 4 Stunden später heimgeschickt.
Am Sonntagabend war der Ausschlag schlimmer als zuvor, die Kleine hat nur noch geweint. Also wieder ins Spital. So freundlich die Ärzte bisher waren, so unfreundlich war der Dermatologe, den wir diesmal erwischten! Wir hätten die Cortisonsalbe von unserem Hautarzt auf keinen Fall absetzen dürfen, was wir uns dabei dachten, unser armes Kind so unnötig zu quälen, wenn wir doch wüßten, daß sie Neurodermitis hätte - das war der Grundton unserer Unterhaltung. 
Der Kleinen hat das alles nicht wirklich viel ausgemacht, sie hat die meiste Zeit geschlafen und war außerordentlich brav.
Zum Glück haben wir die Adresse von einem sehr guten (aber privaten) Hautarzt bekommen. Der hat Mia schon ein paar Tage später genau untersucht. Eine viel positivere Diagnose konnte er uns auch nicht geben - es bleibt also bei Neurodermitis -, aber er hat uns ein paar Tricks gezeigt, wie wir damit umgehen können. Außerdem haben wir eine Heilsalbe bekommen (einen Calcineurin-Inhibitor für alle, die's genau wissen müssen), die wirklich gut gewirkt hat. Die Liste der Nebenwirkungen darf man sich allerdings nicht durchlesen, da wird einem ganz anders (Mia hatte keine einzige davon).
Zwei Wochen später war nichts mehr von dem Ausschlag zu sehen.


Noch eine weitere Woche später wird die kleine Maus plötzlich krank - ein paar Tage Fieber, einmal sogar über 39°C ... der Ausschlag kommt wieder, aber nur sehr kleinflächig und mit gutem Eincremen gut in den Griff zu bekommen. Wir freuen uns.


Letztes Wochenende aber waren wir schon wieder in der Kinderambulanz - Mia's Mund ist voller weißer Scheibchen, sie scheint Schmerzen zu haben, denn sie trinkt nicht richtig.
Nachdem wir also den Samstag-Vormittag im Spital verbracht haben wissen wir jetzt, daß das ein Pilz (Candida albicans, oder Soor) ist. Mittlerweile ist auch der durch Medikamente halbwegs verschwunden. Ich frag' mich, was als nächstes kommt ...


Wenn ich allerdings weder im Spital noch beim Nach-Schlafen oder beim Spielen bin, komme ich sogar ab und zu zum Lesen (Theo - Antworten aus dem Kinderzimmer von Daniel Glattauer, das ich von einer lieben Freundin vor etwa 5einhalb Monaten geschenkt bekommen hab) oder sogar an den Computer!
Dort hab ich für eine (andere) schwangere Freundin zusammengefaßt, was ein Baby meiner Meinung nach braucht, und was besser nicht. Die Liste findet sich hier, falls sich jemand dafür interessiert.


Disclaimer: ich garantiere für gar nix :) und schon gar nicht für Vollständigkeit!
Und eins gleich vorneweg: es steht nichts über's Wickeln mit Stoffwindeln drinnen ... davon hab ich nämlich keine Ahnung. 
Und der Streit, ob Stoff- oder Wegwerfwindeln besser sind, interessiert mich nicht - ich werd niemandem das Eine oder das Andere ein- oder ausreden ...


Heut' war's mir mal ein bißchen nach Farbe :)
bis zum nächsten Mal!